Haka Küche
Küchenmöbelhersteller insolvent
Das oberösterreichische Familienunternehmen Haka Küche hat beim Landesgericht Linz ein Insolvenzverfahren eröffnet. Ziel sei es, den Betrieb im Rahmen eines Sanierungsverfahrens fortzuführen. Den Gläubigern wird ein Sanierungsplan mit einer Quote von 20%, zahlbar innerhalb von zwei Jahren, angeboten.
Haka blickt auf eine lange Unternehmensgeschichte zurück: 1930 von Rudolf Hackl als kleine Tischlerei gegründet, entwickelte sich das Unternehmen ab 1968 zu einem der führenden österreichischen Hersteller maßgefertigter Einbauküchen. Produziert wird in Traun, wo 2016 auch eine neue Zentrale samt Gewerbepark errichtet wurde. 2023 übernahm Haka von Villeroy & Boch den Produktionsstandort Mondsee mit rund 80 Beschäftigten.
Nach Unternehmensangaben erwies sich diese Übernahme als Belastung. Die Weiterbelieferung des Verkäufers sowie die Übernahme sämtlicher Dienstnehmeransprüche – insbesondere Abfertigungen – hätten die Ergebnisse verschlechtert. Zudem sei durch die Verpflichtung, Lager- und Produktionsflächen für Villeroy & Boch bereitzustellen, die eigene Fertigung eingeschränkt worden. Erschwerend hinzugekommen seien Nachfragerückgänge im Möbel- und Küchenbereich nach der Corona-Pandemie.
Löhne und Gehälter der Beschäftigten seien bis einschließlich Juni 2025 bezahlt worden. Zum Insolvenzverwalter bestellte das Gericht Rechtsanwalt Dr. Peter Shamiyeh (Linz). Die erste Gläubigerversammlung sowie die Berichts- und Prüfungstagsatzung sind für den 21. Oktober 2025 angesetzt. Über den Sanierungsplan abgestimmt werden soll am 28. November 2025.
Das Sanierungskonzept basiert laut Haka auf Einsparungsmaßnahmen, dem laufenden operativen Geschäft sowie noch offenen Forderungen. Ob der Fortführungsplan tragfähig ist, müsse erst geprüft werden.