Handelsverband Deutschland
Fordert mehr politische Aufbruchstimmung
Berlin. Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat sich zur gestrigen Vorstellung des Jahreswirtschaftsberichts der Bundesregierung geäußert. Der Verband nimmt die Politik in die Pflicht und fordert konsequentes Handeln sowie eine deutliche Fokussierung auf die Binnenwirtschaft.
HDE-Präsident Alexander von Preen äußert sich: „Der Jahreswirtschaftsbericht macht deutlich sichtbar, dass die Bundesregierung zum Handeln aufgerufen ist. Der Wirtschaftsmotor stottert, das ist auch für den Einzelhandel in Deutschland eine große Herausforderung. Deshalb muss die Wirtschaftspolitik die erste Priorität der Bundesregierung sein. Konsum ist zu einem hohen Anteil auch Psychologie. Wir brauchen wieder mehr Zuversicht und Vertrauen in eine positive Zukunft in diesem Land.“
Von Preen sagt weiter: „Dafür muss die Bundesregierung endlich die versprochene Aufbruchsstimmung erzeugen. Geopolitische Unsicherheiten, globale Handelskonflikte und internationale Verwicklungen machen es umso wichtiger, das Hauptaugenmerk auf die Binnenkonjunktur zu richten. Denn gerade in diesem Bereich ist die Politik schnell handlungsfähig. Im eigenen Land und in der EU ist der Einfluss der Bundesregierung größer als in der globalen Arena. Die Politik muss in diesen Zeiten zunächst vor der eigenen Haustür kehren und dafür sorgen, dass die Binnenwirtschaft ein Stabilitätsanker sein kann und zum gesamtwirtschaftlichen Wachstumstreiber wird.“
Der HDE-Präsident ergänzt: „Jetzt ist es höchste Zeit, die Binnennachfrage durch gezielte Entlastungen von Haushalten mit niedrigem und mittlerem Einkommen zu stärken. Gleichzeitig müssen Steuererhöhungen tabu sein. Debatten wie um die Erbschaftsteuer geben negative Signale an die Unternehmerschaft, wir brauchen das Gegenteil. Gefragt sind nun Entlastungen für kleine und mittelständische Unternehmen. Der Fokus muss auf dem Bürokratieabbau, höheren Investitionsanreizen und niedrigeren Energiekosten liegen. Die Stromsteuersenkung für alle muss sehr zeitnah kommen. Wenn die Binnenwirtschaft läuft, profitieren alle: Die Unternehmen, die Beschäftigten und die Gesamtwirtschaft. Als drittgrößter Arbeitgeber des Landes und starke Branche der Binnenwirtschaft steht der Einzelhandel bereit, sich hier konstruktiv einzubringen.“