Handelsverband Koch- und Tischkultur (GPK)
Fordert Abschaffung der Mindermengenzuschläge

GPK-Geschäftsführer Christian Haeser: „Mindestbestellmengen und Mindermengenzuschläge sind nicht mehr zeitgemäß.“ Foto: GPK

Der Handelsverband Koch- und Tischkultur fordert die sofortige Abschaffung der unter den Lieferanten weit verbreiteten Mindermengenzuschläge. Die Corona-Krise hat es deutlich zu Tage gebracht: Mindestbestellmengen und Mindermengenzuschläge passen nicht mehr in die heutige Zeit.

Seit längerer Zeit fordern die Lieferanten von ihren Handelskunden bei Bestellungen in geringer Stückzahl einen Zuschlag auf den Einkaufspreis. Der Handel kann diesen Aufpreis umgehen, indem die Bestellungen gesammelt werden und er seine Kunden warten lässt, bis die vom Hersteller geforderte Mindestmenge erreicht wurde. Oder er muss seinen Kunden einen Zuschlag berechnen. Genau hier beginnt das Problem für den Händler respektive seiner Kundschaft: Für den Endverbraucher ist die Wahl zwischen einer vagen Wartezeit oder einem Aufpreis auf die Ware unbefriedigend und nicht nachvollziehbar. Die Folge: Händler vor Ort verlieren bestenfalls nur Umsatz, oft sogar Kunden für immer. Viele Hersteller bieten ihre Ware, unabhängig von Quantität und Qualität, im eigenen Onlineshop zu konkurrenzlosen Konditionen an. Dieses Vorgehen verzerrt den Wettbewerb unter Missachtung des Fachhandels, in dem die Ware letztendlich erlebbar gemacht wird.

Der Handelsverband Koch- und Tischkultur fordert von den Lieferanten eine Abschaffung der Mindestbestellmengen und der Mindermengenzuschläge. „Es kann nicht sein, dass die Lieferanten einerseits den Abverkauf ihrer Produkte im Handel durch ihre unflexible Geschäftspolitik erschweren, andererseits wiederum genau damit ihre eigenen Onlinestores pushen“, so Christian Haeser, Geschäftsführer des Handelsverbandes Koch- und Tischkultur. „Unseren Fachhändlern ist eine langfristige und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Lieferanten existenziell wichtig, schließlich präsentieren sie die Hersteller-Marken am PoS. Dieses Verständnis der Zusammenarbeit schafft erst die Basis für eine partnerschaftliche Win-Win-Situation.“


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