Hansgrohe Group
Im Inland stark, im Ausland schwächer

Der Firmensitz in Schiltach im Schwarzwald. Foto: Hansgrohe Group

Die Hansgrohe Group hat das vergangene Jahr mit einem leichten Minus abgeschlossen. Bei der Umsatzentwicklung steht eine starke Inlandsdynamik einem rückläufigen Auslandsgeschäft gegenüber. „Die weltweiten Krisen und die anhaltende wirtschaftliche Unsicherheit haben auch 2025 die Baukonjunktur – und damit die Sanitärbranche – beeinflusst“, bilanziert Hans Jürgen Kalmbach, Vorsitzender des Hansgrohe Vorstands, das abgelaufene Geschäftsjahr. „Der Umsatz war zufriedenstellend“, sagt der Hansgrohe CEO, „wir verzeichnen jedoch ein leichtes Minus.“ 

Als einer der führenden Hersteller von Design- und Premiumprodukten für Bad und Küche erzielte das Unternehmen aus Schiltach/Baden-Württemberg im abgelaufenen Jahr einen Gesamtumsatz von 1,375 Mrd. Euro. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahr (2024: 1,387 Mrd. Euro) einem Rückgang von 0,9%. Währungsbereinigt weist der Umsatz ein leichtes Plus von 0,9% gegenüber dem Vorjahr auf. Das Betriebsergebnis lag mit 185,9 Mio. Euro 7% unter dem Vorjahreswert (2024: 199,9 Mio. Euro). Die Umsatz-Ergebnisquote sank auf 13,5% (2024: 14,4 %). Das EBITDA blieb mit 243,6 Mio. Euro 5,1% unter dem Vorjahr (2024: 256,6 Mio. Euro). Die daraus resultierende EBITDA-Marge verringerte sich auf 17,7% (2024: 18,5%).

„2025 stellte uns – wie schon das Jahr zuvor – vor unzählige, sich oftmals täglich ändernde Herausforderungen: geopolitische Spannungen, weiter zunehmender Protektionismus, unvorhersehbare Marktentwicklungen bei Rohstoffen, der anhaltende Krieg in der Ukraine sowie weltweit zahlreiche politische Konflikte“, beschreibt Hans Jürgen Kalmbach. „In Zeiten globaler Unsicherheit ist es entscheidend, dass wir unsere Strategie nicht starr beibehalten, sondern intelligent anpassen. Unsere ,Next Level Strategie‘ bleibt unser Kompass – aber wir justieren den Kurs, um Stabilität und nachhaltiges Wachstum für die kommenden Jahre zu sichern. Dies gelingt jedoch nur mit Mitarbeitenden, die flexibel reagieren, Verantwortung übernehmen und an all unseren Standorten gemeinsam die erforderlichen Schritte gehen. Für dieses Engagement und die konstruktive sowie verlässliche Zusammenarbeit danke ich dem internationalen Hansgrohe Team auch im Namen meiner Vorstandskollegin und -kollegen ausdrücklich.“

Die Hansgrohe Group vertreibt ihre Produkte – von Brausen und Duschsystemen über Bad- und Küchenarmaturen bis hin zu Küchenspülen, Sanitärkeramik und Badmöbeln – in über 145 Ländern und ist international breit aufgestellt. Die konjunkturell unsichere Weltwirtschaft sowie der deutliche Rückgang der Wohnungsbauinvestitionen, insbesondere in China, belasteten jedoch die Umsatzentwicklung des Unternehmens. Sehr positiv entwickelte sich hingegen das Deutschlandgeschäft, das weiterhin den wichtigsten Absatzmarkt des Schwarzwälder Sanitärherstellers darstellt. Die Inlandsumsätze stiegen um 7% auf 346,5 Mio. Euro. Auch in Europa zeichnete sich eine starke Entwicklung von plus 4% ab. Dieses Wachstum konnte den Rückgang im internationalen, außereuropäischen Geschäft allerdings nicht kompensieren. Der Auslandsumsatz sank 2025 – insbesondere durch den Rückgang in China – insgesamt um 2,8%; währungsbereinigt betrug das Minus 0,7%. Damit verringerte sich auch die Auslandsquote am Gesamtumsatz der Hansgrohe Group und lag bei 74,8% (2024: 76,5%).


zum Seitenanfang

zurück