Heimtex
Mit House of Textile erfolgreich auf der Heimtextil

House of Textile: Anti-Malaria-Textil von Lisa Schmidhuber. Foto: Heimetxtil

Zur Heimtextil 2019 zeigte der Verband der Deutschen Heimtextilien-Industrie e.V. (Heimtex) gleich doppelte Präsenz mit zwei Ständen, die auf zwei wichtige Produktimageprojekte fokussierten – Carpet by Heimtex und House of Textile.

Auf der diesjährigen Heimtextil in Frankfurt stellte der Verband der Deutschen Heimtextilien-Industrie e.V. (Heimtex) in Kooperation mit der Messe Frankfurt gleich zweifach seine textile Kompetenz unter Beweis: Der Heimtex-Gemeinschaftsstand „Carpet by Heimtex“ und der Messestand zum Studierenden-Wettbewerb House of Textile waren Anlaufpunkte und textile Inspiration zugleich.

Die Inszenierung „Carpet by Heimtex“ zeigte zum zweiten Mal in Folge die Vorzüge des textilen Bodenbelages auf der Heimtextil in Frankfurt. „Wir waren mit der Resonanz auf unseren Carpet by Heimtex-Stand sehr zufrieden. Auch die Platzierung in der Halle 4.2 im Bereich Interior.Architecture.Hospitality Expo mit dem Schwerpunkt der textilen Objektausstattung war sehr gut“, resümiert Heimtex-Hauptgeschäftsführer Martin Auerbach.

Optischer Blickfang und funktionales Highlight war der Akustiktunnel. Farbenfroh inszeniert, bescherte er den Standbesuchern dank der schallreduzierenden Eigenschaften der herabhängenden textilen Bodenbeläge das Erlebnis von Ruhe und Erholung im umgebenden Messetrubel. Platznehmen erwünscht: Die mit textilen Bodenbelägen überzogene Sitzlandschaft lud zum Verweilen und Netzwerken ein und bot gleichzeitig ein haptisches Erlebnis beim „Erfühlen“ der textilen Oberflächen. Auf dem Gemeinschaftsstand standen Ansprechpartner der beteiligten Mitgliedsunternehmen den Fachbesuchern für Fragen zur Verfügung. Carpet by Heimtex war zudem gesetzte Station der Architektenführungen und beliebtes Fotomotiv – „unter dem Strich ein textiler Erfolg“, freut sich Martin Auerbach.

House of Textile präsentierte ausgewählte Arbeiten

Mit Beginn des Wintersemesters 2017/2018 hatte Heimtex deutschlandweit den Studierendenwettbewerb House of Textile für Studierende der Fachbereiche Architektur und Innenarchitektur sowie Textildesign ausgerufen. Die Präsentation der Ergebnisse zur diesjährigen Heimtextil auf dem House of Textile-Stand wurde mit Unterstützung durch die Messe Frankfurt realisiert. Geschäftsführer Detlef Braun hat das Projekt zudem als Jury-Mitglied engagiert begleitet: „Zu sehen, mit welchem Engagement hier Nachwuchsförderung für die Heimtextilbranche betrieben wird, macht einfach Spaß. Den jungen Kreativen auf der Heimtextil eine Plattform zu geben um ihre Wettbewerbs-Arbeiten den fast 70.000 Branchenprofis aus 156 Ländern zu präsentieren, ist nicht nur für die Studierenden ein echtes Highlight, sondern auch ein perfekter Match für eine Branche, die von neuen Ideen und innovativen Materialien lebt.“

„Ich habe mich sehr gefreut darüber, wie vielfältig die Arbeiten der Studierenden sind. Im Namen des Heimtex-Verbandes möchte ich allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, aber auch Marty Lamers und der gesamten Jury für ihren Einsatz, ihre Ideen und ihr Durchhaltevermögen danken. Ein besonderer Dank gilt auch den Heimtex-Unternehmen, die den Studierenden nicht nur mit Rat zur Seite gestanden haben, sondern ihnen auch Material zur Umsetzung ihrer Ideen zur Verfügung gestellt haben“, so Martin Auerbach, Hauptgeschäftsführer des Heimtex -Verbandes. „Die zehn ausgewählten Arbeiten aus den Bereichen Architektur, Innenarchitektur und Textildesign stießen auf großes Interesse und gaben ganz neue Einblicke in die Vision, wie wir 2025 mit Textilien leben, arbeiten und reisen wollen.“ Für Auerbach setzen die Arbeiten nicht zuletzt ein Statement, was die junge Generation bewegt, welche Themen sie beschäftigt und welche Schlussfolgerungen sie daraus zieht. Martin Auerbach: „Nicht das große Eigenheim, das große Auto und dreißig Berufsjahre bei einem Arbeitgeber und an einem Ort bestimmen das Leben und die Ziele vieler junger Menschen. Vielmehr suchen sie Antworten auf ein flexibles Arbeitsleben mit vielen Umzügen, auf den Wohnraummangel in den Ballungszentren und auf den Wunsch nach einem individuellen Lebens- und nicht zuletzt daraus folgend auch Wohnkonzept. Die Welt wird kleiner und die Ressourcen knapper. Die Ergebnisse von House of Textile spiegeln diese Trends deutlich wider.“

Im Rahmen einer internationalen Pressekonferenz wurden die Ergebnisse von House of Textile auf dem Messestand den zahlreich erschienenen Pressevertretern vorgestellt. Auch die drei Besten, die ein Werkspraktikum bei einem Heimtex-Mitgliedsunternehmen absolvieren können, wurden bekanntgegeben: Léon Schmutzler von der Universität der Künste Berlin, Studiengang Architektur, Daniela Gehrlein von der Hochschule Rosenheim, Studiengang Innenarchitektur, und Anne-Sophie Carle von der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, Studiengang Textildesign.

Léon Schmutzler zeigt mit seinem Projekt Wandelbar, wie Textilien helfen können, den knapper werdenden Wohnraum in den immer stärker verdichteten urbanen Ballungsräumen optimal zu nutzen – etwa mit Faltmöbeln aus stark gepresstem technischem Wollfilz.

Daniela Gehrlein liefert mit ihrem Raum- und Möblierungskonzept Filocker ein Beispiel dafür, wie Textilien zu multifunktionalen Lösungen und damit zu optimaler Platzausnutzung beitragen können: Aus dekorativen Filzkugeln hergestellt, ist es Wandobjekt und Sitzgelegenheit zugleich. Anne-Sophie Carle hat sich gefragt, wie sich das Spektrum der Gestaltung im Textildesign erweitern lässt. Ihre Antwort: mit Magneten. Ihr aus mehreren Schichten Seide, Baumwolle und Filz zusammengesetzter Vorhang Ridomagnetik lässt sich mittels Magneten spielerisch immer wieder neu gestalten, so dass der Innenraum stets genau mit dem Inneren seiner Bewohner harmoniert.

Martin Auerbach zieht ein positives Fazit zum Projekt House of Textile. „Der Verband arbeitet bereits an einer Weiterführung von House of Textile, und wir werden zu entsprechender Zeit darüber berichten“, sagt Auerbach abschließend.


zum Seitenanfang

zurück