Heimtextil - Neue Konzepte
Spannende Produkte und geballtes Know-how

Die Frankfurter Messe Heimtextil ist der erste Treffpunkt des Jahres für die Schlafen-Branche

Das „Sleep! The Future Forum“ bietet während der Heimtextil zahlreiche Vorträge und Produkt-Innovationen, mit denen die Besucher ihren Horizont erweitern können. Foto: Messe Frankfurt Exhibition GmbH/Jean-Luc Valentin

Vom 7. bis zum 10. Januar findet in Frankfurt die Traditionsmesse Heimtextil statt – und damit der erste Treffpunkt für die Schlafen-Branche im Jahr 2020. Und es ist eine ganz besondere Heimtextil, die dieses Mal den Messereigen eröffnen wird, denn die Leitmesse für die Wohntextilbranche feiert ihr 50. Jubiläum. „50 Ausgaben im Laufe von fünf Jahrzehnten sind im schnelllebigen, weltweiten Messewesen ein selten erlebtes Phänomen und bedeuten eine schiere Ewigkeit“, sagt Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt. „Wie kaum eine andere Messe steht die Heimtextil für Produktvielfalt, internationale Größe und unangefochtene Marktführerschaft im textilen Sektor. Als Design-Schau erfindet sie sich immer wieder neu, präsentiert heute wie damals den State of the Art in Sachen Wohntrends und macht die Einrichtungsthemen von morgen erlebbar.“ Zum Jubiläum setzt die Heimtextil auf einer Showcase-Fläche in der Halle 9.0 Design-Klassiker der vergangenen 50 Messe-Editionen in Szene. Hier lädt die Messe zu einer Zeit- und Entdeckungsreise durch fünf Jahrzehnte Heimtextil-Geschichte ein.

Fokusthema Schlafen

Eines der Fokusthemen der Messe ist der Bereich Schlafen, der für die Heimtextil immer wichtiger wird – denn der ruhige, gesunde Schlaf wird auch für die Verbraucher immer wichtiger. Aktuelle Studien zeigen, dass viele Menschen schlecht schlafen – Stress, Lärm in einer urbanen Lebenswelt, eine zunehmende Lichtverschmutzung und die permanente Erreichbarkeit durch das Smartphone belasten die Menschen und verhindern einen erholsamen Schlaf. Immer häufiger suchen die Verbraucher daher Hilfe bei den Betten- und Matratzenherstellern, um die Folgen von Schlafmangel wie Konzentrations- und Stoffwechselstörungen, ein geschwächtes Immunsystem oder gar Herz- und Kreislaufprobleme zu bekämpfen. Und die Branche hat einige Lösungsansätze für einen gesünderen Schlaf zu bieten, wie rund 150 Aussteller von internationalen Branchengrößen bis hin zu kleinen, aber agilen Start-Ups im Produktsegment „Smart Bedding“ in der Halle 11.0 zeigen werden. So glänzt der niederländische Hersteller Auping mit einer Anti-Schnarch-App. „Schnarchen hat einen großen Einfluss auf den Alltag. Denn wer viel schnarcht, startet nicht ausgeruht in den Tag“, sagt Anna Havermann, Marketing-Managerin bei Auping. Die Lösung greift anders als Schlafmasken oder spezielle Zahnspangen kaum merklich in den Schlaf ein. Die mit dem Bett verbundene App misst die Schnarch-Dezibel des Probanden. Wird eine einstellbare Maximallautstärke erreicht, signalisiert die App dem mechanisch verstellbaren Bett: Rückenteil leicht anheben, um die Atemwege zu öffnen. Oder sie bewegt kurz das ganze Bett, um den Schnarcher zu einer Lageveränderung zu veranlassen.

Mit der neuen Anti-Schnarch-App will Auping ruhigeren Schlaf für gestresste Menschen erreichen. Foto: Auping

Future Forum bietet Wissen

Speziell für die Schlafen-Branche bietet die Heimtextil 2020 zum zweiten Mal eine Plattform für Wissenstransfer und Produktpremieren. Beim „Sleep! The Future Forum“ findet ein tiefgreifendes Vortragsprogramm statt, bei dem Bettenfachhändler und Hospitality-Interessierte Wissenswertes aus Industrie, Wissenschaft und Forschung erfahren. Zu den Themenblöcken Digitales, Sport, Hospitality, Sustainability und Interior Design sprechen unter anderem Prof. Dr. Ingo Fietze als Schlaf­experte der Berliner Charité, Schlaf-Coach Nick Littlehales und Rodel-Olympiasiegerin Susi Erdmann über Markttendenzen und Neuentwicklungen für eine bessere Nachtruhe. Darüber hinaus stellt das Forum auch Produktinnovationen renommierter Unternehmen vor: Unter anderem lancieren Auping, Hästens und Ikea neue Betten beziehungsweise Technologie- und Software-Lösungen für das Schlafzimmer.

Auch zahlreiche innovative Produkt­vorstellungen werden auf dem „Sleep! The Future Forum“ zu sehen sein. Foto: Messe Frankfurt Exhibition GmbH/Jean-Luc Valentin

Nachhaltigkeit im Blickpunkt

Auf der gesamten Messe mit ihren rund 3.000 Ausstellern wird auch das wichtige Thema Nachhaltigkeit von den Herstellern stark forciert. So zeigen mehr als 250 Unternehmen nachhaltig produzierte Textilien auf der Heimtextil – das ist ein sprunghafter Anstieg an Ausstellern, die im „Green Directory“ geführt werden, ein gesondertes Ausstellerverzeichnis für das Thema Nachhaltigkeit. Und auch die Sonderschau „Trend Space“ zeigt innovative, nachhaltig produzierte Materialien, recycelte Stoffe und angebaute, sogenannte lebende Textilien. Im Schlafenbereich präsentiert Hästens, die älteste Bettenmanufaktur Schwedens, ein kompaktes mitteleuropäisches Bett, das samt den drei Federsystemen und einer Matratze aus insgesamt 37 Schichten verschiedener Naturmaterialien besteht – darunter Leinen, Baumwolle, Wolle und Rosshaar. „Wir wollen traditionelles Handwerk, Innovationsfreude und natürliche Materialien zu nachhaltig gutem Schlaf verbinden“, sagt Jan Ryde, der das 1852 gegründete Familienunternehmen als CEO führt.
Das Fachmagazin MÖBELMARKT Sleep begleitet die Messe Heimtextil als Medienpartner und wird Sie vor, während und nach der Messe über alle Neuheiten auf dem Laufenden halten. Bestimmt sieht man sich auch vor Ort – auf der 50. Heimtextil in Frankfurt! Arnd Schwarze

Auf nachhaltige Naturmaterialien setzt die schwedische Bettenmanufaktur Hästens bei ihrer Neuvorstellung. Foto: Hästens
Ab dem 7. Januar strömen wieder alle Menschen, die sich professionell mit Textilien beschäftigen, nach Frankfurt auf die Heimtextil. Foto: Messe Frankfurt Exhibition GmbH/Pietro Sutera

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