Himolla
Schutzschirm für Wettbewerbsfähigkeit

Dr. Manfred Ziegler. Foto: Archiv

Taufkirchen/Landshut. Die Geschäftsführung der in Taufkirchen ansässigen Himolla Polstermöbel GmbH hat ein Schutzschirmverfahren beantragt. „Ziel des Verfahrens ist es, die Marktrückgänge zu bewältigen und unsere Wettbewerbsfähigkeit wiederzuerlangen“, erklärt der insbesondere für den Vertrieb zuständige Geschäftsführer von Himolla, Dr. Manfred Ziegler.

„Alle Aufträge setzen wir wie geplant um und bleiben ein zuverlässiger Partner für den Möbelfachhandel, der als zentraler Vertriebskanal unsere Lebensader ist.

Unter dem Schutzschirm haben wir die Zeit und den rechtlichen Schutz, uns neu aufzustellen. Die Geschäftsführung bleibt uneingeschränkt handlungsfähig“, ergänzt der insolvenzerfahrene Restrukturierungsfachmann Tillmann Peeters von FalkenSteg.

Er verstärkt die Unternehmensführung während des Verfahrens als weiterer Sanierungsgeschäftsführer. Darüber hinaus berät ein Team um Dr. Thomas Reissmann von DMR Legal die Geschäftsführung insolvenzrechtlich.

Dr. Manfred Ziegler: „Wir bleiben ein zuverlässiger Partner“

Tochterunternehmen und Standorte in Polen, Rumänien, der Slowakei und Ungarn sind von dem in Landshut und für Deutschland beantragten Verfahren nicht unmittelbar betroffen. Für sie wurde keine Insolvenzanträge gestellt.

Der Antrag war laut Himolla geboten, da die Möbelindustrie europaweit mit schwacher Konsumlaune, stockender Bautätigkeit und preisaggressiver Wettbewerb aus Niedriglohnländern kämpft.

In den zurückliegenden Jahren konnte Himolla demnach mit seinen starken Marken, hochwertigen Produkten und einem hochmotiviertem Team seine Marktanteile bei deutlich rückläufigen Umsätzen stabil halten.

Gleichwohl konnten mit den bisherigen Restrukturierungsmaßnahmen die Umsatzeinbußen und entsprechende Verluste nicht aufgefangen werden.

Die Belegschaft wurde bereits informiert, dass ihre Löhne und Gehälter für die Monate Juni, Juli und August 2026 über sogenanntes Insolvenzgeld als Sanierungsbeitrag aus Mitteln der Arbeitsagentur sichergestellt werden.

Das Amtsgericht Landshut ist dem Antrag gefolgt und hat Diplom-Kaufmann Arndt Geiwitz von SGP Schneider Geiwitz zum vorläufigen Sachwalter bestellt.


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