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Lösungen für Handwerksbetriebe

Der „Unimat 217“ von Weinig ist ein kompakter Vierseiter, der für Kleinbetriebe geeignet ist. Foto: Weinig

Auf der Holz-Handwerk stand der Bedarf der Schreiner und Tischler im Mittelpunkt. Nahezu alle Hersteller haben auch Lösungen für kleine und mittlere Handwerksbetriebe gezeigt. Wir haben hier einige besondere Neuheiten ausgesucht.

Das neue Maka Bearbeitungscenter „PM Modular“ feierte auf der Holz-Handwerk in Nürnberg seine Weltpremiere. Mit dem modularen Konzept will der CNC-Spezialist sein Profil der kundenspezifischen Anpassungsmöglichkeiten schärfen. Die neue Fahrportalmaschine macht die Maka-Technologie für eine breite Käuferschicht interessant, ist sich der Hersteller sicher. „Als Alternative zu den bekannten individualisierten Lösungen bündelt die „PM Modular“ die vielen Maka-Optionen in bedarfsorientierten Ausstattungsvarianten, so das Unternehmen. Basis des Maschinenkonzeptes ist ein flexibles Baukastensystem. Das neue Modell wird in einer 3-Achs- und einer 5-Achs-Variante angeboten, ist aber auch in einer kombinierten Version mit zwei Aggregaten erhältlich. Bei Maschinen mit 3-Achs-Technik kann im Sinne höherer Variabilität eine zusätzliche Vektor-Achse integriert werden. Dank der Mehrkanaltechnik der modernen CNC-Steuerungssysteme sind Zwei- und Mehr-Aggregattechnik möglich. Die „PM Modular“ gibt es zu gestaffelten Einstiegspreisen in drei Ausstattungsvarianten. Neben der Aggregatanzahl ist der zur Verfügung stehende Bearbeitungsraum ein Unterscheidungsmerkmal. Der Maschinentisch kann gleichzeitig für Rüst- und Bearbeitungsvorgänge genutzt werden. Um schnelles Rüsten sicherzustellen, hat Maka die Maschine für jedes Aggregat mit einem eigenen Werkzeugwechsler ausgestattet. Bei dem modularen Konzept wurde Augenmerk auf den Einsatz moderner Bus-Systeme wie „IO-Link“ gelegt. Beim Thema Sicherheit punktet die „PM Modular“ vor allem mit der visuellen Überwachung des Produktionsablaufs. Eine neu konzipierte Kabine mit Zugangsklappen, die über die ganze Front öffnen, tragen wesentlich dazu bei.

Industrie 4.0 für alle

4.0 für alle: Format-4 präsentierte mit „F4 Solutions“ eine Software-Komplettlösung für Handwerksbetriebe. Diese ist laut Hersteller unabhängig von der Maschinenausstattung, abgestimmt auf den jeweiligen Produktionsprozess und für immer passend: „F4 Solutions ist völlig individualisierbar und egal wie der Betrieb in zwei, fünf oder fünfzehn Jahren aussieht, die Software passt sich an und sorgt immer für einen durchgängig vernetzten Produktionsprozess“, teilt die Felder-Gruppe mit. „F4 Solutions“ soll die Produktionsdaten zu den vorhandenen Maschinen bringen und alle Arbeitsschritte miteinander verbinden: Von der Idee und Planung mit Visualisierung weiter zum Zuschnitt, den Konstruktionsbearbeitungen und schließlich zum Finish mit voller Integration von Lagermanagement und Controlling.
Die kompletten Konstruktionszeichnungen – die eben noch den Kunden anhand eines photorealistischen 3D-Renderings überzeugt haben – werden beim Zuschnitt direkt an der Maschine aufgerufen und die Schnittfolgen abgearbeitet. „F4 Solutions“ ist dabei das Bindeglied im Produktionsprozess, sowohl für CNC-Zuschnittzentrum, Plattenaufteilsäge als auch Formatkreissäge.
Auch bei den konstruktiven Bearbeitungen wie Bohrungen oder Fräsarbeiten werden alle Informa­tionen bei der Maschine aufgerufen oder direkt an die Maschine übergeben und effizient abgearbeitet. Egal ob Dübellochbohrmaschine, CNC-Bohr- & Fräszentrum, Nestinglösung oder 5-Achs-CNC: Beim finalen Zusammenbau oder auf Montage gilt ebenfalls: „F4 Solutions“ leitet mit Detailzeichnungen Schritt für Schritt durch den Zusammenbau der vorbereiteten Einzelteile.

Flexibles Assistenzsystem

„intelliGuide“ von Homag ist bisher als Assistenzsystem, das Sägen „intelligent und flexibel auf Handlungen des Maschinenbedieners“ reagieren lassen soll, bekannt. Es ist modular aufgebaut, die Intelligenz nimmt laut Homag mit jeder Ausbaustufe zu: von „intelliGuide basic“ über „advanced“ bis „professional“. Jetzt hat der Maschinenhersteller das Bediener-Assistenz-System auch für Kantenanleimmaschinen angepasst. Hier wird im Bereich des Werkstückeinlaufs mittels zweier LED-Leisten angezeigt, wie der Bediener agieren soll. Dies geschieht durch die Anzeige der Werkstückabmessungen auf den LED-Leisten, die zusätzlich in verschiedenen Farben leuchten und damit Handlungsanweisungen geben. So zeigen weiß leuchtende LED die Werkstückabmessungen in Länge und Breite an. So weiß der Bediener, in welche Richtung das Werkstück einzulegen ist. Durchläuft das Werkstück die Maschine zur mehrseitigen Bekanntung mehrmals, zeigt Orange an, welche Kante bereits bearbeitet wurde. Blau taucht auf, sobald eine Fehlermeldung auftritt. Eine falsche Bearbeitung der Werkstücke soll so ausgeschlossen werden.
Weber präsentierte die Baureihe „KSF“. Sie verfügt über die Weber-Schleiftechnik mit dem patentierten „ISA/ISD“-Gliederdruckbalkensystem. In ihr können alle Schleif­ und Bürststationen in beliebiger Reihenfolge eingebaut werden. Und sie kann mit einer eigenen Bürstmaschine, die mit speziellen Längs-­ und Querbürsten ausgerüstet ist, kombiniert werden.

Kompakter Vierseiter

Mit dem „Unimat 217“ präsentierte Weinig in Nürnberg einen neuen kompakten Vierseiter, der nach eigenen Angaben besonders für Kleinbetriebe geeignet ist. Dafür sorge auch das günstige Preis-Leistungsverhältnis. Ein besonderes Merkmal soll auch der hohe Bedien­komfort sein. Der Kehlautomat ist nach Herstellerangaben für das Rüsten sehr gut zugänglich und braucht nur wenige Bedienwerkzeuge. Das integrierte Memory-System ermögliche das Abspeichern der Profileinstellwerte und stelle eine exakte Reproduzierbarkeit sicher. Die Spindeldrehzahl von 7.000 UpM gewährleistet eine hervorragende Oberflächenqualität bei hoher Produktivität.
In der Kategorie „Werkzeuge“ belegte das auf der Xylexpo zum ersten Mal vorgestellte kombinierte Kapp-Abrundungsaggregat der „Minimax me 35“ von SCM den ersten Platz beim Xylexpo Innovation Award 2018. Die Jurymitglieder lobten die Fähigkeit der Maschine, „die Kapp- und Abrundungsfunktionen in einem einzigen Aggregat zu vereinen und so die Entwicklung von Maschinen mit geringem Platzbedarf zu ermöglichen.“ Eine Technologie, die aus dieser Kantenanleimmaschine eine Maschine für den Tischlerbedarf macht. leo

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