IBA / Orgatec 2024
Büromöbel mit Umsatzrückgang
Wiesbaden / Köln. Wie der Industrieverband Büro und Arbeitswelt (IBA) mit Sitz in Wiesbaden meldet, verzeichnen die Büromöbelhersteller im ersten Halbjahr 2024 einen leichten Umsatzrückgang. Rund zweieinhalb Monate vor Beginn der diesjährigen Orgatec, die internationalen Leitmesse für neues Arbeiten, in Köln (22. bis 25. Oktober) verzeichne die Branche dennoch ein gesteigertes Interesse an ihren Themen.
Schwierige Rahmenbedingungen verzögern die Nachfrage
Für die ersten sechs Monate des Jahres 2024 meldet der IBA einen Umsatzrückgang in der Büromöbelproduktion von 3,0% auf rund 1,2 Mrd. Euro. Nachdem lange Zeit vor allem Sitz-/Steh-Arbeitstische und raumbildende Elemente gefragt waren, verzeichnete dieses Segment nun ein leicht überdurchschnittliches Minus von 4,3%. Weitgehend stabil zeigte sich dagegen das Segment Sitzmöbel mit -1,1% gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Besonders gefragt waren Polstermöbel, Stühle mit wohnlichem Design und ganz generell flexible Elemente für Kommunikations- und Aufenthaltsbereiche. Inlands- und Exportgeschäft lagen mit -3,0% und -3,3% in etwa gleichauf.
„Der Investitionsstau ist nach wie vor groß. Wie schon Ende 2023 werden in vielen Unternehmen Aufträge zurückgehalten. Hauptgrund ist die schlechte wirtschaftliche Gesamtlage, aber auch Verzögerungen bei Neu- und Umbauten spielen eine Rolle. Andererseits war das Interesse an unseren Leistungen wahrscheinlich noch nie so groß wie zurzeit. Mehr denn je sind wir als Berater und Ideengeber gefragt“, erklärt Helmut Link, Vorsitzender des IBA. Den scheinbaren Widerspruch begründet Link mit der Notwendigkeit für Betriebe aller Branchen, ihre Arbeitsorganisation und damit auch ihre Büros neu zu gestalten.
Orgatec 2024 mit großer Nachfrage
Dass die Kunden der Büroeinrichter über alle Branchen hinweg auf der Suche nach passenden Lösungen sind, schlägt sich laut IBA auch in einem hohen Interesse an der Orgatec nieder. Die Messe wird in diesem Jahr erstmals in einer neuen Konstellation stattfinden. Neben einem Marktplatzkonzept, das sich mit verschiedenen Themenschwerpunkten durch alle Messehallen ziehen wird, können sich die Besucher auf das von den Verbandsmitgliedern initiierte „Wherever Whenever – Work Culture Fes- tival“ freuen.
„Die Resonanz auf das neue Angebot ist überwältigend. Das zeigt sich unter anderem bei den Anfragen nach Messetickets. Die erreichen uns schon jetzt in großer Zahl und zwar sowohl von Architekten und Planern als auch von Entscheidern aller Wirtschaftsbereiche. Damit wird die Orgatec zu einem echten Treffpunkt werden. Auf besonderes Interesse stoßen die angekündigten Beiträge zu Digitalisierung und künstlicher Intelligenz in der Arbeitswelt“, berichtet Stefan Kokkes, Leiter des Festival-Teams und seit kurzem Geschäftsführer des IBA.
Zu den Themen des Festivals gehören unter anderem Maßnahmen zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität, neue Herausforderungen der Mitarbeiterführung, Potenziale im Bereich der Nachhaltigkeit sowie Trends bei der Arbeitsplatzgestaltung. Über 100 Experten aus unterschiedlichen Fachbereichen, wie beispielsweise der Fußballtrainer Ralf Rangnick, der Digitalexperte Sascha Lobo, Unternehmerin Yaël Meier sowie die Architekten Ben van Berkel, Jette Hopp und Peter Ippolito werden auf der Messe Vorträge halten.