IFH Köln
GPK-Markt 2025 stabil

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Köln. Nach zwei Jahren rückläufiger Umsätze zeigt sich der Markt für Glas, Porzellan und Keramik (GPK) 2025 stabil: Mit einem Volumen von 7,1 Milliarden Euro verharrt er auf dem Niveau des Vorjahres – ohne weiteres Minus, jedoch auch ohne Wachstum. Zu diesen Ergebnissen kommt der aktuelle „Branchenbericht GPK/Hausrat“ von IFH Köln und BBE Handelsberatung.

Gleichzeitig ist das Preisniveau der Studie zufolge in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Treiber waren dabei nicht nur die erhöhte Nachfrage während der Pandemie, sondern insbesondere externe Faktoren: Die Energiekrise verteuerte die Herstellung energieintensiver Produkte wie Glas und Keramik spürbar. Zudem führten Nachholeffekte im B2B-Geschäft – etwa infolge der Wiedereröffnung von Hotellerie und Gastronomie – zu zusätzlicher Nachfrage.

„Die aktuelle Stabilisierung darf nicht als Entwarnung missverstanden werden. Der Markt bleibt strukturell unter Druck – Konsumzurückhaltung, veränderte Nutzungsgewohnheiten und steigende Kosten erfordern weiterhin klare strategische Antworten seitens Handel und Industrie. Wer jetzt nicht für Differenzierung sorgt, wird es im anziehenden Wettbewerb schwer haben“, erläutert Dr. Johannes Berentzen , Geschäftsführender Gesellschafter der BBE Handelsberatung.

 Ein Blick auf die Warengruppen offenbart unterschiedliche Entwicklungen: Cucina (Schneidwaren, Koch-, Brat- und Backgeschirr, sonstige Haushaltsartikel wie Waagen und Messbecher) behauptet sich weiterhin als umsatzstärkster Bereich mit einem Anteil von 45 Prozent, während im Jahr 2025 ausschließlich die Warengruppe Domus (Zierporzellan/Keramik, Tonwaren, Ziergegenstäne/Geschenkartikel) Zuwächse von 1,8 Prozent verzeichnet. Besonders unter Druck steht hingegen Tavola, die klassische Tischkultur rund um Glas, Geschirr, Besteck und Servierprodukte. Der Bereich verliert weiter an Bedeutung und sinkt um 0,5 Prozent auf ein Marktvolumen von rund 1,6 Milliarden Euro.

 „Produkte des GPK-Marktes unterliegen nicht nur Trends, sondern auch einem generationellen Wandel. Während früher ein vollständiges Geschirr zur Grundausstattung und Ausdruck eines gewissen sozialen Status gehörte, stehen heute Funktionalität, Platzersparnis und Preis im Vordergrund“, so Christoph Lamsfuß, Senior Projektmanager am IFH Köln.

Trotz anhaltender Konsumzurückhaltung gehen die Marktexperten davon aus, dass der GPK-Markt ab 2026 wieder moderat wächst. Bis 2030 könnte das Marktvolumen in der mittleren Prognosevariante – bei Fortschreibung der aktuellen Trendentwicklungen – auf rund 7,5 Milliarden Euro steigen. Hoffnungsträger bleibt insbesondere die Gastronomie, da die beschlossene Mehrwertsteuersenkung Freiräume für Investitionen in Ausstattung und Einrichtung schaffe.


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