IFH Köln
Grillmarkt 2025 weiter unter Druck
Köln. Der deutsche Grillmarkt stand auch im Jahr 2025 unter herausfordernden Rahmenbedingungen. Die drei Marktsegmente Grillgeräte, Brennstoffe und Zubehör verzeichneten im vergangenen Jahr in Summe ein Umsatzminus von drei Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt der „Branchenbericht Grillen 2026“ des IFH Köln und des Industrieverbandes Garten (IVG) e.V.
„Im Vergleich zum Gartenmarkt insgesamt entwickelt sich der Grillmarkt nun bereits im dritten Jahr in Folge schwächer – ein deutliches Zeichen dafür, dass die Marktsättigung weiterhin nachwirkt. Das verhaltene Konsumklima und gestiegene Lebenshaltungskosten dämpfen den Absatz langlebiger Güter zusätzlich. Spürbare Impulse für eine Belebung des Grillgerätemarktes sind auch 2026 nicht in Sicht, entsprechend fällt die Prognose konservativ aus“, erklärt Christian Lerch, Senior Projektmanager am IFH Köln.
Die Umsatzentwicklung der Grillgeräte-Segmente in den letzten zehn Jahren zeigt eine klare Verschiebung innerhalb des Marktes. Während Gasgrills seit 2015 deutlich an Bedeutung gewonnen haben und 2025 mit einem Indexwert von 248 weiterhin klar über dem Ausgangsniveau (Index 2015 = 100) liegen, entwickeln sich Elektrogrills vergleichsweise stabil und verzeichnen nur moderate Zuwächse. Demgegenüber steht ein anhaltender Rückgang bei Holzkohlegrills: Ihr Absatz ist seit Jahren kontinuierlich rückläufig und liegt 2025 nur noch bei einem Indexwert von 39.
Stationärer Handel als wichtigste Säule
Die Distribution von Grillprodukten ist aufgrund der Vielfalt an Geräten, Preislagen und Brennstoffen weiterhin stark fragmentiert. Ungeachtet dessen bleibt der stationäre Handel der zentrale Absatzkanal. Insbesondere Bau- und Heimwerkermärkte behaupten ihre führende Rolle − auch künftig. Zusätzliche Stabilität erhält der stationäre Vertrieb durch das Brennstoffsegment, das traditionell eng an den Handel vor Ort gebunden ist. Der anhaltende Trend zu Gasgrillgeräten verstärkt diese Entwicklung, da Gasflaschen als Pfand- und Austauschprodukte überwiegend stationär nachgefragt werden.