Experten-Slot Marktforschung - Daten, Zahlen
IFH Köln

Der folgende MÖBELMARKT-Experten-Beitrag wird Ihnen von IFH Köln zur Verfügung gestellt. Form, Stil und Inhalt liegen allein in der Verantwortung des Autors Uwe Krüger. Die hier veröffentlichte Meinung kann daher von der Meinung der Redaktion oder des Herausgebers abweichen.

IFH Köln
Expertenbeitrag: Deutscher Möbelmarkt zunehmend in internationales Geschehen eingebunden

Experten Beitrag

Die Inlandsmarktversorgung mit Wohnmöbeln ist 2018 fast exakt auf Vorjahresstand geblieben. Mit 9,55 Milliarden Euro ist ein Plus von gerade einmal 14 Millionen Euro (+0,1 %) erzielt worden, wie der neue „Branchenfokus Möbel 2019“ von IFH Köln und BBE Handelsberatung zeigt. Dabei hat sich besonders die Möbelindustrie mit einem Plus von zwei Prozent hervorgetan und so fast im Alleingang zu diesem ausgeglichenen Ergebnis beigetragen, denn der Möbelimport stagniert auf absolutem Topniveau von 5,44 Mrd. Euro (+0,3 %). Dass der Saldo der Versorgung unverändert geblieben ist, hat am überproportional wachsenden Export gelegen, der mit +3,7 Prozent auf ein Volumen von 5,11 Milliarden Euro geklettert ist. Damit ist erstmals die Umsatzschwelle von fünf Milliarden Euro überschritten worden.

Der Möbelmarkt, der früher fast ausschließlich auf die klassische Versorgung ausgerichtet war, wird mehr und mehr in das internationale Geschehen eingebunden. Die Ursachen sind bekannt und die Verzahnung der heimischen Möbelindustrie mit dem Welthandel hat zwei Namen: die Produktionsverlagerung ins nahe und kostengünstigere Ausland, die faktisch Reimporte zu einem hohen Anteil induzieren und das gefragte „Made in Germany“, insbesondere bei Küchenmöbeln. Einer der wichtigsten Standorte der deutschen Möbelversorgung ist Polen.

Gesamtmarkt verzeichnet Umsatzrückgänge

Insgesamt wurden 2018 knapp 20 Milliarden Euro für Sofas, Schränke, Tische und Co. ausgegeben. Damit verzeichnet der Möbelmarkt einen Umsatzrückgang von 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und bleibt im Abwärtstrend gefangen. Die IFH- und BBE-Experten rechnen damit, dass die Umsätze auch in den nächsten Jahren weiter zurückgehen werden, da der Bedarf an weiteren Möbeln zunächst überwiegend gedeckt scheint.

Kleinmöbel wie Beistelltische, Wandregale und Vitrinen liegen im Trend

Der Abschwung in der Branche wird auch bei einem Blick auf einzelne Warengruppen deutlich. Insbesondere Kastenmöbel für Schlaf-, Jugend- und Wohnzimmer werden seltener erworben und verlieren 6 Prozent an Umsatz. Ein Grund dafür ist, dass Schrank-/Regalkombinationen, Schlafzimmerschränke & Co. entsprechen nicht mehr dem Trend hin zu „leereren“ Zimmern. Auch Polstermöbel können ihren Umsatz nicht halten.

Ein positiveres Bild zeigt sich bei der anderen Hälfte der Warengruppen im Markt (Küchen, Klein-, Bad- und Gartenmöbel), die ihren Umsatz im Vergleich zu 2017 steigern können. Kleinteiligere Möbel, die den Einrichtungsbedarf eher ergänzen, sind zunehmend en vogue. Diese profitieren vom Trend zu leereren Wohnräumen und dem Wunsch vieler Konsumenten, stärker auf Design zu setzen und mit Sideboards, kleinen Tischen und Co. recht einfach und kostengünstig Veränderung in den eigenen vier Wänden zu schaffen. Das größte Plus liegt 2018 bei den Küchenmöbeln und hier speziell bei Küchenholz. Auch Gartenmöbel verbuchen mit drei Prozent ein Plus und können von den vielen Sonnenstunden im vergangenen Jahr profitieren.

Ein positiveres Bild zeigt sich bei der anderen Hälfte der Warengruppen im Markt (Küchen, Klein-, Bad- und Gartenmöbel), die ihren Umsatz im Vergleich zu 2017 steigern können. Kleinteiligere Möbel, die den Einrichtungsbedarf eher ergänzen, sind zunehmend en vogue. Diese profitieren vom Trend zu leereren Wohnräumen und dem Wunsch vieler Konsumenten, stärker auf Design zu setzen und mit Sideboards, kleinen Tischen und Co. recht einfach und kostengünstig Veränderung in den eigenen vier Wänden zu schaffen. Das größte Plus liegt 2018 bei den Küchenmöbeln und hier speziell bei Küchenholz. Auch Gartenmöbel verbuchen mit drei Prozent ein Plus und können von den vielen Sonnenstunden im vergangenen Jahr profitieren.


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