IFH Köln
Identifiziert Trendwende im deutschen Möbelhandel

IFH Köln und BBE Handelsberatung prognostizieren bis 2022 leicht sinkende bzw. stagnierende Umsätze für den deutschen Möbelhandel.

Das Wachstum des Möbelhandels in Deutschland geriet 2017 erstmals seit vier Jahren wieder ins Stocken: Für Sofas, Schränke, Tische und Co. wurden im vergangenen Jahr knapp 20,2 Mrd. Euro ausgegeben. Das entspricht einem Minus von 2,3% im Vergleich zum Vorjahr, wie der neue „Branchenfokus Möbel 2018“ von IFH Köln und BBE Handelsberatung zeigt. Werden auch Elektroeinbaugeräte inklusive Küchenzubehör berücksichtigt, liegt das Gesamtmarktvolumen bei 26,2 Mrd. Euro und das Minus im Vergleich zum Vorjahr entspricht 1,1%.

„Die Stimmung in der Möbelbranche hat sich 2017 gedreht. Der Markt hält sich gerade noch über der optisch wichtigen Umsatzschwelle von 20 Milliarden Euro. Das ist zunächst überraschend, denn die konjunkturellen Rahmenbedingungen sind weiterhin hervorragend. Nach drei wachstumsstarken Jahren ist der zusätzliche Möbelbedarf hierzulande aber offensichtlich vorerst gedeckt. Das verschärft natürlich den Wettbewerb, auch in den kommenden Jahren“, so Uwe Krüger, Senior Consultant am IFH Köln. Der negative Jahresabschluss 2017 läutet laut IFH Köln und BBE Handelsberatung eine Trendwende im Möbelmarkt ein. So gehen die Branchenexperten davon aus, dass der Möbelumsatz zukünftig stagniert bzw. leicht sinkt wird: Für 2022 wird ein Marktvolumen von rund 19,9 Mrd. Euro erwartet, also knapp unter dem heutigen Stand.

„Der deutsche Möbelmarkt muss sich auf die anhaltenden strukturellen Veränderungen mit Preiswettbewerb, Frequenzrückgang und Konzentration auf allen Wertschöpfungsebenen einstellen. Daher wird es für Händler immer überlebenswichtiger, die Wahrnehmbarkeit zu erhöhen und die Kundenorientierung zu verbessern. Dies scheint aber nicht allen ausreichend bewusst zu sein“, so Sebastian Deppe, Mitglied der Geschäftsführung der BBE Handelsberatung.


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