Ikea
Konzernbilanz im Pandemie-Jahr vorgestellt

Juvencio Maeztu, stellvertretender CEO und CFO der Ingka Group. Foto: Inga Group

Die Ikea-Holding-Gesellschaft Ingka Group hat das Geschäftsjahr 2020 vom 1. September 2019 bis zum 31. August 2020 mit einem Umsatz von 37,4 Mrd. Euro abgeschlossen. Damit wurden knapp zwei Mrd. Euro weniger erlöst als 2019 (39,2 Mrd. Euro). Der Umsatz wurde in den drei Geschäftsfeldern Ikea Retail, Ingka Investments und Ingka Centres gemacht und spiegelt auch die Auswirkungen der Corona-Pandemie wider. Das Unternehmen bleibt nach eigenen Angaben auch in der Zukunft seinem Bekenntnis für die Menschen und den Planeten Erde treu und hat seine Investitionen in den Online-Handel sowie den Umweltschutz ausgeweitet.

Die Möbelhandels-Sparte Ikea Retail hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 35,2 Mrd. Euro umgesetzt, 1,5 Mrd. Euro weniger als 2019 (36,7 Mrd.). Dabei werden die stationären Geschäfte gerade jetzt immer schneller auch in Fulfillment-Center umgewandelt, die einen besonders sicheren Pick-und-Collect- sowie Liefer-Service für die Kunden anbieten. Die Online-Umsätze sind derweil um 60% gestiegen (2019 + 48%) und machen jetzt etwa 18% des gesamten Möbelhandels-Umsatzes aus (2019: 11%). 

Während des Lockdowns musste die Gruppe drei Viertel ihrer Ikea-Stores für mehrere Wochen schließen Trotzdem ist es gelungen, einen Gewinn von 1,2 Mrd. Euro (1,8 Mrd. in 2019) zu erwirtschaften, der wieder in das Unternehmen investiert werden soll. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden rund 2,1 Mrd. Euro in die stationären Geschäfte, den Online-Handel, erneuerbare Energien und Forstwirtschaft investiert. Das Ziel ist es dabei, noch erschwinglicher, leichter zugänglich und nachhaltiger zu werden. Während der Pandemie hat die Ingka Group nach eigenen Angaben rund 26 Mio. Euro als Nothilfe an besonders von Covid19 betroffene Gemeinschaften gespendet und gleichzeitig seinen Mitarbeitern mit flexiblen Arbeitszeitmodellen ein stabiles Einkommen beschert. Die zunächst erhaltenen öffentlichen Unterstützungen wurden zudem zurück gezahlt, als sich das Geschäft schneller als erwartet erholt hat. Ebenfalls habe man den Lieferanten durch eine schnellere Bezahlung der Rechnungen geholfen und die Mieter in den konzerneigenen Shopping-Centern durch Mietverzicht unterstützt. Dadurch konnte die Belegung dieser Shopping-Centre bei 95% stabil gehalten werden.

Juvencio Maeztu, stellvertretender CEO und CFO der Ingka Group erklärt zur Vorstellung der Bilanz: „Das vergangene Jahr war eine Prüfung für uns alle, aber es hat auch gezeigt, wie wir dank unserer Werte und unserer Mitarbeiter die Situation bewältigen und ein gutes finanzielles Ergebnis erreichen konnten – und gleichzeitig die Transformation unseres Geschäftes mit großen Schritten vorantreiben konnten. Das ermöglicht es uns, die wachsenden Bedürfnisse unserer Kunden in Bezug auf ein schönes Zuhause zu erfüllen – in einer Zeit in der dieses Zuhause wichtiger geworden ist, als jemals zuvor. Wir glauben daran, dass man gute Geschäfte macht, wenn man Geschäfte gut macht, das hat dieses Jahr ebenfalls gezeigt. Wir haben an unserem Bekenntnis für die Menschen und den Planeten Erde festgehalten und waren dadurch außerordentlich belastbar. Wir konzentrieren uns bei unseren Investitionen auch weiterhin auf die Bedürfnisse unserer Kunden, damit diese uns überall dort finden, wann und wo sie dies möchten, sowie auf unsere Mission, bis zum Jahr 2030 klimaneutral zu sein.“ Um letzteres zu erreichen, wurden im vergangenen Jahr unter anderem Solar-Parks in den USA sowie Windenergie-Parks in Rumänien und Finnland erworben.

Die eigene Expanison treibt die Ingka Group in wichtigen Metropolen voran, so hat man bereits eine Top-Einzelhandels-Immobilie in der Rue Rivoli im Herzen von Paris erworben, die noch 2021 eröffnen soll. Die digitale Transformation wurde unter anderem durch die Akqisition von Geomagical Labs, einem Spezialisten für 3-D und visuelle künstliche Intelligenz voran getrieben. So will man den Kunden in der Zukunft ein noch besseres Online-Shopping-Erlebnis bieten.


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