imm cologne
Digitalisierung im Fokus

Philipp Thesen (l.), Senior Vice President Design bei der Telekom AG, und Koelnmesse-Chef Gerald Böse standen bei der imm cologne-Pressekonferenz Rede und Antwort. Foto: Merkel

Rund 60 Medienvertreter aus zahlreichen europäischen Ländern folgten der Einladung der Koelnmesse zur imm cologne-Pressekonferenz am 5. und 6. September in Den Haag. Mit dabei waren auch die tschechische Designerin Lucie Kaldova, die im kommenden Jahr für das Projekt „Das Haus“ verantwortlich ist, und Philipp Thesen, Senior Vice President Design bei der Telekom AG, der als Gastredner eingeladen war.

Die Anwesenheit des Telekom-Managers zeigte, dass das Thema Digitalisierung als wesentlicher inhaltlicher Schwerpunkt der Pressekonferenz herausgestellt wurde. Gerald Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Koelnmesse, beleuchtete in seinem Statement die wachsende Bedeutung der Digitalisierung für das Messewesen und die Einrichtungsbranche. „Die steigende Bedeutung der Online-Plattformen und der Digitalität der Gesellschaft heißt auch für uns als Messegesellschaft und die imm cologne als tradierte Marke mit Leitfunktion, dass wir unsere Konzepte entsprechend anpassen müssen. Das Messegeschäft besteht längst nicht mehr primär darin, unseren Ausstellern möglichst viel Fläche zu vermieten. Es reicht nicht mehr, ihnen von Jahr zu Jahr mehr Besucher an die Messestände zu führen, entscheidend sind die generierenden Businesskontakte, und letztendlich müssen wir viel mehr Emotionen verkaufen, um so eine positive Stimmung in der Branche zu erzeugen", so Böse.

Böse ging bei seinen Ausführungen auch darauf ein, was Digitalisierung komkret für die imm cologne bedeutet: „Wichtig für uns ist ein konsistentes Markenerlebnis. Das Besuchserlebnis bestimmt immer mehr, wie eine Marke wahrgenommen wird und ist für uns eines der wichtigsten Unterscheidungsmerkmale zu unseren Mitbewerbern. Dieses Markenerlebnis der imm cologne trägt in der Zukunft immer stärker auch digitale Züge. Unsere Touchpoints sind zurzeit die Messe-Homepages und Microsites, unsere Social-Media-Kanäle und Blogs, Business-Netzwerke wie ambista, Match Making bei der Besucheranmeldung, E-Ticketing durch die App Fair Mate oder digitales Lead Tracking. Dabei setzen wir auf digitales Lead Tracking um nachzuvollziehen, wen ein Besucher auf der Veranstaltung besucht. Digitale Wegeleitung und digitale Besucherinformationen helfen uns zu verstehen, was für unsere Besucher wichtig ist. Durch das Lead Tracking und die enge Zusammenarbeit mit unseren Ausstellern können wir bereits im Vorfeld der nächsten Messe einschätzen, ob ein Besucher auch an der darauffolgenden imm cologne teilnehmen wird. Die ,Customer Journey’, die Reise des Messebesuchers – ob Aussteller, Geschäftskunde oder Endverbraucher – wird also bereits weit vor der Messe beginnen. Der eigentliche Besuch schließt dann den ersten Part dieser Reise ab und eröffnet zusätzliche Möglichkeiten für den zweiten Part nach der Messe. Kurz gesagt: Mit der Customer Journey lernen wir unsere Besucher besser kennen. Uns als Messeveranstalter bietet die Digitalisierung also nicht nur weitere Kommunikationsoptionen. Es verschafft uns auch die Möglichkeit zu serviceorientiertem Handeln und die Unterstützung der Aussteller bei  vertriebsfördernden Maßnahmen.“

Böse beschrieb vor den anwesendene Medienvertretern, wie ein zukünftiger Messebesuch konkret aussehen kann: „Sobald die Besucher das Messegelände betreten, verbindet sich ihr Mobilgerät mit unserem Messe-Server. Sie erhalten eine personalisierte Begrüßung mit direkter Verlinkung auf die auf sie zugeschnittenen wichtigsten Veranstaltungen, Pressetermine, Vortragsforen und Produktneuheiten. Zudem erfahren sie auch dank eines digitalen Hallenplans, wo ihre Top 10-Aussteller zu finden sind. iBeacons machen sie auf die Neuheiten aufmerksam. Alles personalisiert, alles auf sie zugeschnitten. Im Gegenzug erhalten die Aussteller Informationen über ihren Besuch, ihre Teilnahme an möglichen Presseveranstaltungen sowie ihre Wünsche zu Produktinformationen, und können ihnen zeitnah Besuchstermine anbieten.“

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