Industrieverband Büro und Arbeitswelt (IBA)
Neue Plattform für Kreislaufwirtschaft
Wiesbaden. Der Industrieverband Büro und Arbeitswelt (IBA) hat mit „newen“ eine neue, branchenübergreifende Infrastruktur zur Abwicklung des Nutzungsendes von Büroausstattung gestartet. Die digitale Plattform ermöglicht es Unternehmen, Möbelbestände zu erfassen, geordnet in den Markt zurückzuführen und ihre Weiterverwendung sowie Verwertung zu dokumentieren.
„newen“ verbindet Hersteller, Handel, Aufbereiter und Verwerter in einem gemeinsamen, digitalen Prozess. Unternehmen melden ihre nicht mehr benötigten Büromöbel über die Plattform. Anschließend werden die Produkte strukturiert zugeordnet und zunächst den jeweiligen Herstellern angeboten. Nicht übernommene Bestände gelangen danach laut IBA nach klaren Regeln an registrierte Partner und Marktteilnehmer. Erst wenn eine Weiterverwendung nicht möglich ist, soll die stoffliche Verwertung erfolgen. Durch diesen mehrstufigen Ablauf wird der gesamte Übergang transparent dokumentiert. Unternehmen sollen damit erstmals eine nachvollziehbare Nachweisführung über den weiteren Verbleib ihrer Ausstattung erhalten.
Durch die Plattform sollen Unternehmen einen zentralen Ansprechpartner für Planung, Organisation und Dokumentation bei Standortveränderungen erhalten. Gleichzeitig profitieren Hersteller und Handel laut dem Verband von höherer Transparenz im Zweitmarkt und besseren Möglichkeiten zur Aufbereitung und Wiederverwendung. Die Plattform unterstütze damit sowohl wirtschaftliche als auch ökologische Ziele. Darüber hinaus schafft „newen“ erstmals eine gemeinsame Datenbasis über Mengenströme und Nutzungsdauern von Büroausstattung.
„Mit ,newen‘ schaffen wir einen gemeinsamen Branchenstandard für den Umgang mit Büroausstattung am Ende ihrer Nutzung, der Unternehmen Planungssicherheit gibt und gleichzeitig Ressourcen länger im Kreislauf hält“, sagt IBA-Vorsitzender Helmut Link.