Initiative Furnier + Natur
Axel Groh als Vorsitzender wiedergewählt

Der aktuelle Vorstand der IFN. Foto: IFN

Auf der Mitgliederversammlung in Rietberg wählten die Mitglieder der Initiative Furnier + Natur e.V. (IFN) Anfang Juni 2022 einen neuen Vorstand. In den Räumen des Gastgebers, des IFN-Fördermitglieds Heinrich Kuper GmbH, wurde Axel Groh, Inhaber des gleichnamigen Furnierunternehmens Schorn & Groh, zum vierten Mal einstimmig für drei Jahre als Vorsitzender wiedergewählt.

Als weitere Mitglieder des Vorstands wurden Florian Koch (Wilfried Koch KG), Edmund Smolarek (BaltiSpoon/Möhring Gruppe), Heinrich Wehmeyer (Furnierwerk Wehmeyer), Tobias Scherg (Roser AG), Marina Röhr (europlac/Röhr GmbH) und Klaus Mittmasser (frischeis) ebenfalls einstimmig wiedergewählt. Roland Reigbert (furwa Furnierkanten GmbH) verabschiedet sich nach vielen Jahren tatkräftiger und erfolgreicher Vorstandstätigkeit in den wohlverdienten Ruhestand. Neu in den IFN-Vorstand gewählt wurde Frank D. Loebel, Eigentümer der HWB-Furiere & Holzwerkstoffe GmbH aus Bad Salzuflen. Der Vorsitzende Axel Groh bedankte sich bei Reigbert für seine hervorragende Arbeit sowie bei den Anwesenden für das ihm erneut entgegengebrachte Vertrauen und begrüßte Frank D. Loebel herzlich im IFN-Vorstand.

Zur aktuellen Lage fand Groh ernste Worte: „Massive Waldschäden, bedingt durch die Trockenheit, extreme Sturmlagen und den Borkenkäferbefall sowie der Krieg Russlands gegen die Ukraine haben die Lieferketten von Holz deutlich gestört und teilweise unterbrochen. Es ergeben sich aus unserer Sicht daher zwei Maßnahmen, den Wald mittelfristig umzubauen: Zum einen müssen klima- und standortgerechte Baumarten angepflanzt werden. Das sind Bäume, die der Erderwärmung, der Trockenheit, den extremen Wetterverhältnissen und schädlichen Insekten standhalten. Zum anderen muss der Wald weltweit und damit auch in Deutschland grundsätzlich aufgeforstet werden“, so der alte und neue IFN-Vorsitzende. Der regionale Waldanbau werde dann für die Waldbesitzer wieder lohnender und die Liefersicherheit könne besser gewährleistet werden.

Der Vorsitzende des Vorstands machte deshalb die Bedeutung der Holznutzung noch einmal deutlich: „Alle Studien sind sich einig, dass die Nutzung des Waldes einer Nichtnutzung jederzeit vorzuziehen ist. Die Substitutionseffekte, die wir erreichen, wenn wir Holz nutzen, sind in der Summe viel höher, als wenn wir es nicht nutzen“, so Axel Groh und bekräftigte abschließend: „Die sparsamste Oberfläche, die man aus Holz herstellen kann, ist Furnier. Von einem Baumstamm bleibt nichts übrig. Noch nicht einmal Späne, denn Furnier wird geschnitten und nicht gesägt. Das macht unser Produkt so einzigartig und wertvoll in Zeiten von massiven Preissteigerungen und einer fortschreitenden Materialverknappung.“


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