Initiative Furnier + Natur e. V.
Hier zählen die inneren Werte – so wird aus einem Baum edles Furnier

Aus edlen Furnierblättern, ähnlich diesen hier ... Foto: Jens Fischer

Einem Baumstamm sieht man als Laie nicht an, welche Schönheit in ihm steckt. Kenner der Materie erkennen jedoch recht schnell, wenn ein Baum für die Herstellung edlen Furniers taugt. Professionell behandelt wird der nicht sonderlich attraktiv wirkende Stamm zum filigranen Kunstwerk, das wie ein gekonnt inszeniertes Ölgemälde Oberflächen ziert.

Viele Holzarten können für die Furnierherstellung verwendet werden. Richtig schönes Furnier gewinnt man zum Beispiel aus dem Ahorn oder der Buche. Aber auch Eiche, Esche und Nussbaum ergeben Furnier von faszinierender Schönheit. Im Winter geschlagen - dann gibt es nur wenige Triebe und das Holz ist recht trocken - wird der Stamm geschält, gemessert, geschnitten oder mit einer besonderen Säge für ein raues Aussehen bearbeitet. „Der spätere Einsatz bestimmt darüber, wie dick das Furnier wird. Im Durchschnitt werden Furnierblätter mit einer Dicke von rund 0,45 Millimetern bis rund 6 Millimetern gefertigt. Auf Kundenwunsch wird davon auch abgewichen“, so die Geschäftsführerin der Initiative Furnier + Natur (IFN), Ursula Geismann. Danach müssen die Furnierblätter langsam und vorsichtig weiter getrocknet werden, sonst können sie wellig werden oder reißen. Es folgen die Auswahl nach Qualität und Sorte sowie der Zuschnitt. „Die dabei entstehenden Einzelteile dann zu so genannten Decks zusammengesetzt, welche unter anderem mit Leim und unter hohem Druck auf Spanplatten, MDF-Platten, Multiplexplatten, Sperrholz oder Massivholz-Stäbchenplatten aufgebracht werden“, so Geismann. Was dann folgt, ist die Metamorphose einfacher Alltagsgegenstände hin zu kleinen und großen Kunstwerken - von Kleinoden wie einer aus Furnier gefertigten Lesebrille bis hin zu schicken Waschbecken für den gehobenen Wohnstil und coolen, furnierten Möbeln für naturliebende Individualisten.

... werden natürliche Kunstobjekte, die ihre Wirkung auf den Betrachter nicht verfehlen. Foto: IFN/europlac

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