Konjunktur
Guter Halbjahres-Abschluss

Dass für die deutsche Möbelindustrie in den ersten sechs Monaten dieses Jahres ein Plus von rund einem Prozent steht, hat sie auch einem guten Einzelmonat Juni zu verdanken: 5,1% liegen die Umsätze der Möbelhersteller über den Vergleichszahlen aus dem Vorjahr, wie aus der Monatsstatistik des VDM unter Berufung auf die Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervorgeht.

Die größten Gewinner im Juni sind – wie auch über die ersten sechs Monate hinweg – Büro- und Ladenmöbel (+10,2%), gefolgt von Küchenmöbeln (+8,7%). Auch Wohnmöbel lagen zum Halbjahres-Abschluss um 2,8% über den Umsätzen aus dem Vorjahresmonat. Alle drei wuchsen dabei im Ausland stärker als im Inland. Weder auf wachsende Umsätze im Ausland noch im Inland können die Matratzen-Hersteller zurückblicken. Vielmehr schlägt für sie auch im Juni ein Minus in Höhe von 11,5% zu Buche. Auch die Umsätze der Polstermöbler lagen unter den Werten aus Juni 2017 (-5,8%).

Küchenmöbel und Sonstige Sitzmöbel im Ausland gefragt

Auf Export-Seite waren Polstermöbel und Matratzen mit -8,1% bzw. -15,3% – neben Ladenmöbeln (-16,1%) – ebenfalls die negativen Ausreißer. Dafür, dass auf Seiten der Ausfuhren dennoch ein Plus von 3,6% steht, haben Küchenmöbel und Sonstige Sitzmöbel mit jeweils +10,0% gesorgt.
Während auch mehr Sonstige Sitzmöbel eingeführt wurden (+11,1%), hat gleichzeitg der Import von Küchenmöbeln (-19,7%) und Ladenmöbeln (-39,9%) gegenüber Juni 2017 deutlich nachgelassen. Dennoch sind die Einfuhren im Juni insgesamt um 1,5% gestiegen, was in erster Linie am hohen Anteil der eingeführten Sonstigen Sitzmöbel am Gesamt-Import liegt.

Verbraucherstimmung steigt

Der deutsche Möbel-Inlandshandel verzeichnete für Juni ebenfalls gewachsene Umsätze (+1,9%). Und die weiteren Aussichten sind insgesamt positiv: Das HDE-Konsumbarometer ist im August gestiegen und konnte den Rückgang aus dem Juli – in dem der Barometerwert auf ein Allzeittief gefallen war – wieder ausgleichen. Auch für die kommenden drei Monate nach August zeichnet sich eine Erholung auf niedrigem Niveau ab. Grund sei vor allem die steigende Anschaffungsneigung zur Urlaubszeit.
„Die relative Erholung der Verbraucherstimmung im aktuellen HDE-Konsumbarometer darf für die Politik kein Grund sein, die Hände in den Schoß zu legen. Vielmehr brauchen wir jetzt rasch eine spürbare Entlastung für kleine und mittlere Einkommen, um die Kaufkraft auch für schlechtere Zeiten zu stabilisieren“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

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