La Cour Gruppe
Offiziell: Insolvenzanträge für Allmilmö, Zeyko und Nolff

Auch Zeyko um Geschäftsführer Andreas Kress musste Insolvenz beantragen. Foto: Zeyko

Die La Cour Gruppe hat für seine Unternehmen Allmilmö, Zeyko und Nolff einen Insolvenzantrag gestellt. Wie es in einer Pressemitteilung heißt, laufen die Geschäftsbetriebe nahtlos weiter. Die Küchenmanufakturen wollen sich nach dem Eigeninsolvenzantrag restrukturieren. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Dr. Hubert Ampferl bestellt.

„Die Insolvenzantragstellung hat keine Auswirkungen auf den laufenden Geschäftsbetrieb“, betonte Ampferl. „Grund für die jetzige Situation war ein immer schwierigeres Wettbewerbsumfeld mit stetig steigendem Kostendruck“, so der Geschäftsführer Johannes la Cour. Die weiteren Unternehmen der La Cour Gruppe sind nicht von der Insolvenz betroffen.

Wie es heißt, wird die Belegschaft im Rahmen von Betriebsversammlungen an den verschiedenen Produktionsstandorten in Zeil am Main, Mönchweiler und Murrhardt über die Lage informiert. Die Löhne und Gehälter der rund 300 Beschäftigten seien über das Insolvenzgeld bis Ende April gesichert. Sowohl die Kunden als auch die Lieferanten würden kurzfristig informiert.

In den nächsten Wochen wird der vorläufige Insolvenzverwalter gemeinsam mit der Geschäftsleitung eine Sanierungslösung erarbeiten, um die Geschäftsbetriebe als Ganzes und damit die Arbeitsplätze zu erhalten. Diese soll bis 01.05.2017 umgesetzt sein. Zu den Sanierungschancen führt Ampferl aus, dass „auf Grund des hohen technischen Know-Hows der Mitarbeiter und der Innovativität die Unternehmen sowohl für strategische als auch für Finanzinvestoren äußerst attraktiv ist.“

Damit sind weitere Nischenanbieter der Küchenbranche in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Erst in der vergangenen Woche musste Nieburg Küchen einen Insolvenzantrag stellen.

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