Light + Building Autumn Edition 2022
Rund 1.300 Aussteller kommen nach Frankfurt

Foto: Messe Frankfurt

Mit einer Sonderausgabe im Herbst kehrt die Light + Building vom 2. bis 6. Oktober auf das Frankfurter Messegelände zurück. 1.300 Aussteller aus 46 Ländern werden in insgesamt sieben Hallen zur Weltleitmesse für Licht und Gebäudetechnik erwartet. „Es ist seit vier Jahren die erste Möglichkeit, seine Innovationen einem Publikum in persönlicher Begegnung zu präsentieren“, sagte Johannes Möller, Director Brand Management Light + Building der Messe Frankfurt, im Rahmen einer Pressekonferenz in Frankfurt. Der Herbst sei vielleicht nicht der ideale Zeitpunkt für eine solche Veranstaltung, auch fehlten einige wichtige Aussteller. Aber es gebe andererseits ein großes Bedürfnis der Branche nach einer solchen Veranstaltung. „Wir wollen eine Brücke schlagen zur nächsten regulären Light + Building“, ergänzte Manfred Diez, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt. „Auch wenn wir keine Erfahrung mit einem Herbst-Termin haben, freuen wir uns darauf, endlich wieder Neuheiten zeigen zu können.“ Diez versprach ein „Feuerwerk an Innovationen“. Im Vorlauf zur Messe hatten der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) und die Messe Frankfurt als Veranstalter ihren seit dem Jahr 2000 existierenden Kooperationsvertrag erneuert. Gemeinsam stellen sie damit nach zwei schwierigen Jahren für die Messebranche die Weichen für eine weitere erfolgreiche Zusammenarbeit.
Parallel veröffentlichte die Messe die Light + Building Trends 22+23. Licht ist der Mittelpunkt einer intelligent vernetzten Welt. Digitalisierung und ganzheitliches Denken verändern das Leuchtendesign und beeinflussen es zukünftig stark. Wie sich dies auswirkt, präsentieren die Designer des Stilbüros bora.herke.palmisano täglich in Vorträgen auf der Light + Building Autumn auf der Design Plaza in Halle 3.1. Ergänzend werden die drei Themen in unmittelbarer Nähe inszeniert. Die drei Trendrichtungen im Überblick:

sensuous + imaginative 

Die große Inspiration dieses Themas ist die digitale Entwicklung. Designer nutzen träumerische Renderings und Visualisierungen aus Gaming-Welten als Vorbilder. Daraus entstehen virtuelle Möbel und Leuchten, die erst auf Nachfrage in die Produktion gehen. Dementsprechend verändert sich die Art der Ästhetik. Es wird experimentiert; innovative Ideen finden ihre Umsetzung. Die Leuchtenformen wirken, als wären sie aus organischen, amorphen Silhouetten erwachsen. Durchscheinende und satinierte Oberflächen entrücken das komfortable Lichterlebnis ins Diffuse und Entmaterialisierte. 

serious + unfeigned 

Die Natur ist das innere Leuchten dieser Thematik. Dementsprechend spielt Nachhaltigkeit eine große Rolle. Designer nutzen für ihre ganzheitlich gedachten Entwürfe anspruchsvolle Materialinnovationen. Die wissenschaftliche Forschung zu diesem Thema nimmt Fahrt auf. Dadurch wächst die Vielfalt der Materialien, die Designer für ihre Kreationen nutzen können. Beispielsweise entstehen aus Fruchtfasern Zellulose-Stoffe, die bei Lampenschirmen zum Einsatz kommen. Nachhaltigkeit impliziert auch Flexibilität. Kabelunabhängige Leuchten bringen Licht dorthin, wo es gerade benötigt wird. Auch die Farbpalette wird von Natürlichkeit bestimmt: Warmen Erd- und Mineralientönen beziehen sich auf den Ursprung des organischen Lebens. 

judicious + eminent 

Ein eleganter, maßvoller Stil mit Überraschungen: Die Basis ist eine vertraute, geometrische Formensprache. Subtile technische Details sorgen für den Reiz des Neuen. Besonders in klaren Räumen mit hohe Designanforderungen überraschen minimalistische Lichtobjekte durch interaktiver Raffinesse: Beispielsweise lassen sich LED-Rahmen aktivieren und wie Fenster öffnen. Klassische Kronleuchter bekommen durch die Schwerkraft neue Formen. Strenge Linien gleichen Designer mit körperhafter Leichtigkeit aus. Bei den Materialien sind samtig-velourige Optiken vorherrschend. Die Farbreihe ist elegant mit dunklen und kräftigen Nuancen, markant ist der Blauanteil. Hellere Farben mildern dazu lineare Gesamtentwürfe.


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