Möbel Fischer
Möbelhaus wurde zur Konzertbühne

Möbel Fischer wurde zur Konzertbühne. Foto: Möbel Fischer

Herzogenaurach. Fast 200 Besucher kamen am Freitagabend, 10. April, zu Möbel Fischer, um an einer Jazz-Jam-Session mit Dozenten von internationalem Rang teilzunehmen. Das Möbelhaus profitierte von dem Event und plant weitere ähnliche Kooperationen.

Die Veranstaltung „SofaSounds“ war Teil des 2. Internationalen Jazz-Workshops Herzogenaurach, zu dem vom 4. bis 11. April rund 70 Laienmusiker aus Dänemark, Frankreich, der Schweiz, der Türkei und ganz Deutschland in die fränkische Stadt gereist waren. Veranstalter des Workshops sind die städtische Musikschule und das Amt für Stadtmarketing und Kultur. Für die öffentlich zugängliche Jam-Session am Freitagabend öffnete Möbel Fischer seine Türen – und wurde damit zum inoffiziellen Mittelpunkt der Workshop-Woche. Der Eintritt war frei.

Die Geschäftsführerin Franziska Fischer und ihr Team verwandelten die zunächst ungenutzte Fläche im Obergeschoss für einen Abend in eine stimmungsvolle Konzertlocation – mit eigenen Sofas und Sesseln als Zuschauertribüne.  

„Möbel werden lebendig, sobald Menschen sie bewohnen – und an diesem Abend hat unsere Fläche richtig gelebt“, sagt Franziska Fischer, Geschäftsführerin von Möbel Fischer. „Zu erleben, wie Menschen sich in unseren Räumen wohlfühlen, miteinander ins Gespräch kommen, gemeinsam einen Abend verbringen – das war für mein Team und mich ein Geschenk.“

Der Abend bedeutete für Möbel Fischer qualitative Sichtbarkeit, emotionale Aufladung der Marke und Wahrnehmung als Kulturträger in der Region. Möbel Fischer will im Gespräch bleiben. SofaSounds sei hierfür ein Textbuch-Beispiel: Eine Kooperation mit der Stadt, die das Haus als Kulturpartner positioniert. Ein kulturinteressiertes, kaufkräftiges und regionales Publikum, das sich mit der eigenen Zielgruppe weitgehend deckt. Ein Abend, an dem Menschen das Haus betreten, die sonst vielleicht nicht vorbeigekommen wären – und sich nebenbei in aller Ruhe umsehen können.

Möbel Fischer hält diesen Ansatz für übertragbar auf andere Häuser. Denn fast jeder Möbelhändler habe lokale Akteure im Umfeld, die einen attraktiven Raum suchen. Die Rechnung für den Möbelhändler gehe auf: zusätzliche Frequenz, Cross-Promotion mit Partnern, redaktionelle Erwähnungen und Social-Media-Content mit echten Menschen statt gestellten Lifestyle-Bildern.

Die Organisatoren auf Seiten der Stadt haben bereits die Wiederholung des Workshops für 2027 angekündigt. Möbel Fischer hat bereits ein weiteres Event für die kommenden Monate geplant: ein Rave in der hauseigenen Tiefgarage in der Zweitfiliale Forchheim – ein Format, das noch einmal eine ganz andere Zielgruppe ansprechen wird.


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