Möbelreport 2025
Möbelhandel steht unter Druck

Dr. Marc Zgaga, stellvertretender Hauptgeschäftsführer Der Mittelstandsverbund. Foto: Der Mittelstandsverbund

Berlin. Im Vergleich zum Vorjahr sank der Umsatz im deutschen Möbelhandel im Jahr 2024 um 6,1% und belief sich damit auf rund 23,9 Mrd. Euro. Damit setzt sich der seit 2022 erkennbare Negativtrend fort – mit einem Aufschwung am Möbelmarkt ist frühestens ab dem Jahr 2026 zu rechnen. Zu diesen Ergebnissen kommt der aktuelle Möbelreport, der im Auftrag des Mittelstandsverbundes seit 1999 durchgeführt und in diesem Jahr erstmals vom IFH Köln vorgelegt wurde.  

Der Marktanteil des kooperierenden Mittelstands im klassischen Möbel- und Küchenfachhandel beträgt in diesem von Unsicherheiten geprägten Umfeld 75%. Der Wettbewerb zwischen internationalen Plattformen und stationären mittelständischen Händlern wird laut dem Report jedoch durch aggressive Preismodelle und teils ungleiche regulatorische Bedingungen zunehmend schärfer. Dies verstärkt den Transformations- und Digitalisierungsdruck auf den Fachhandel, der sich auch in der wachsenden Bedeutung des Onlinehandels im Möbelsektor zeigt: In einem insgesamt rückläufigen Gesamtmarkt stieg der Onlineanteil mit Wohn- und Büromöbeln am Umsatz von 14,4% (2023) auf 15,4% (2024). 

Dr. Marc Zgaga, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Mittelstandsverbundes und Leiter der Fachgruppe Möbel und Küchen, sagt: „Der stationäre Umsatzanteil bleibt dominant. Aber die Bedeutung digitaler Informations- und Vergleichsmöglichkeiten steigt. Diese Entwicklung fordert auch den stationären Möbelhandel, das eigene Geschäftsmodell anzupassen und zu digitalisieren – was für mittelständische Unternehmen allein nicht immer einfach ist. Aber es gelingt in der Kooperation, die genau deshalb ein unschlagbares Erfolgsmodell bleibt: Das bestätigt der Marktanteil von 75% des kooperierenden Mittelstands im Möbel- und Küchenhandel überdeutlich.“


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