Maisons du Monde
Refinanzierung ermöglicht
Nantes (Frankreich). Maisons du Monde hat im Rahmen eines gerichtlichen Einigungsverfahrens eine umfassende Refinanzierung mit neuen Investoren und Banken vereinbart. Ziel ist die Stabilisierung der finanziellen Lage, jedoch mit erheblichen Folgen für bestehende Aktionäre.
Die Suche nach einem Finanzierungspartner zur Refinanzierung der Maisons-du-Monde-Gruppe führte am 18. Juni 2026 zur Unterzeichnung einer Einigungsvereinbarung zwischen einem Konsortium aus Alteri Investors und Eicos Investment Group sowie den bisherigen Banken. Die Vereinbarung steht noch unter dem Vorbehalt der gerichtlichen Genehmigung durch das Handelsgericht in Nantes und weiterer Bedingungen. Bei erfolgreicher Umsetzung soll die Maßnahme die Eigenkapitalbasis stärken, die Verschuldung deutlich reduzieren und die finanzielle Struktur des Unternehmens nachhaltig verbessern. Laut CEO François-Melchior de Polignac sichert die Einigung die operative Zukunft des Unternehmens und belegt das Vertrauen von Investoren und Banken.
Die geplante Umwandlung von Schulden in Eigenkapital würde jedoch zu einer massiven Verwässerung der bisherigen Aktionäre führen, deren Anteil auf maximal rund 4,8 % sinken könnte. Das Investorenkonsortium würde im Gegenzug etwa 95 % der Anteile und Stimmrechte übernehmen.
Die Wirksamkeit der Vereinbarung hängt insbesondere von der gerichtlichen Bestätigung und der Gewährung besonderer Sicherheiten für neue Finanzierungen ab. Sollten die Bedingungen nicht erfüllt werden, die Hauptversammlung den Maßnahmen nicht zustimmen oder die Restrukturierung bis Mitte September 2026 scheitern, müsste das Unternehmen ein Insolvenz- oder Sanierungsverfahren einleiten. In diesem Fall wäre aufgrund des geringen geschätzten Liquidationswerts mit einem vollständigen Verlust für die bestehenden Aktionäre zu rechnen.