Maisons & Objets
Paris stand ganz im Zeichen modernen Designs

Foto: M&O, Anne-Emmanuelle Thion

51.500 Menschen aus 138 Nationen haben die September-Ausgabe der Maisons & Objets in Paris besucht. Die Fachmesse für Design und Dekoration Fand parallel zur Paris Design Week statt. So diente nicht nur das Messegelände als Plattform für Innovationen und Kreativität, sondern auch die Seine-Metropole selbst wurde zur Open-Air-Bühne einer neuen kreativen Generation  – als Schnittstelle von von Design, Handwerkskunst und Technologie. 38% der Besucher kamen aus dem Ausland, mehr als 10.000 davon waren erstmals auf der Maisons & Objets. Auf der Messe waren 2.125 Brands vertreten, darunter 626 neue Aussteller, die aus insgesamt 58 Ländern nach Paris kamen. Wichtigste Aussteller-Nationen neben Frankreich waren Belgien, Italien und Deutschland, die Niederlande, Spanien und Großbritannien sowie Thailand, Dänemark und Südkorea.

Insgesamt sechs Themenbereiche wurden in Paris präsentiert, etwa „Cook & Share: die Kunst des Essens und der Geselligkeit“, „Decor & Design: Dekoration und Innenarchitektur“ oder „Craft – métiers d’art: handwerkliches Savoir-faire“. Amélie Pichard schuf mit der Installation „Welcome Home – An Open House, Open to All“ ein Areal mit 300 Objekten, die wie Figuren auf einer Theaterbühne inszeniert waren: recycelt, neu interpretiert, hybrid, handwerklich, einzigartig oder mit einem Augenzwinkern. Damit sollte gezeigt werden, was Design werden kann, wenn es aus der Vitrine entfernt wird.

Im Design District unter der künstlerischen Leitung des Kollektivs Hall Haus wurde eine immersive Szenografie und eine exklusive Möbelkollektion in limitierter Auflage präsentiert, die eine kühne Vision des zeitgenössischen Designs verkörperte. Die sogenannten Factory-Bereiche dienten als Sprungbretter für junge Designmarken. Unter ihnen bot Factory by Paris Design Week sechs jungen Designern einen schlüsselfertigen Raum, um ihr Angebot zu strukturieren, ihre Produktion zu testen und wichtige Marktakteure zu treffen. Dieses Programm fand auch seinen Widerhall in vier inspirierenden Ausstellungen in der ganzen Stadt.

Der Bereich „Cook & Share“ widmete sich dem Thema Schönheit. Lifestyle-Enthusiasten konnten hier die neuesten Trends im Gastgewerbe entdecken, während der Bereich „Gourmet“ außergewöhnliche kulinarische Kreationen und Savoir-faire präsentierte. Der Bereich „Factory by Émergence“ stellte die neue Generation von Tischgeschirr vor.

Im Rahmenprogramm bot die Messe 23 Konferenzen und Round-Table-Gespräche mit namhaften Referenten. Von Gastronomie bis Einzelhandel, von innovativen Lösungen für Innenarchitektur bis hin zu außergewöhnlichen Designern – auf der Bühne waren unter anderem der Schauspieler und Regisseur Thomas Jolly, Elodie Piège, CEO von Maison Piège, Sophie Salager, Präsidentin von Manufacture de Couleuvre, der Designer und Innenarchitekt Edgar Jayet, der deutsche Designer Sebastian Herkner, der Künstler und Dekorateur Vincent Darré, der Illustrator und Designer Marin Montagut, der Koch Mory Sacko und viele mehr zu Gast.

Im kommenden Jahr findet die Maison & Objet vom 15. bis 19. Januar 2026 und vom 10. bis 14. September 2026 statt.


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