Markt für Leuchten und Lampen
Deutlicher Umsatzrückgang im Jahr 2024
Köln. Der Umsatz des Markts für Leuchten und Lampen ist im Jahr 2024 um 6,1% auf knapp 4,8 Mrd. Euro gesunken. Für das laufende Jahr 2025 wird ein weiterer Umsatzrückgang von 4,4% prognostiziert. Das geht aus dem „Branchenbericht Leuchten und Lampen“ des IFH Köln und der BBE Handelsberatung hervor.
Der Wandel zur LED-Technologie zeigt laut dem Bericht weiterhin deutliche Spuren im Markt. Besonders stark betroffen unter den Warengruppen sind Lampen (Glühlampen (ohne Kfz), Entladungslampen und LED-Lampen): Zwischen 2017 und 2024 hat sich das Umsatzvolumen mit Leuchtmitteln nahezu halbiert. Im Jahr 2024 verzeichnete der Lampenmarkt ein erneutes zweistelliges Minus. Die übrigen drei Warengruppen Wohnleuchten, technische Leuchten und sonstige Leuchten haben sich relativ homogen entwickelt und verloren gleichermaßen an Umsatzvolumen.
Analog zum Vorjahr stehen die Vertriebswege für Leuchten und Lampen auch 2024 weiter unter Druck und verzeichnen nahezu durchweg eine rückläufige Entwicklung. Lediglich Internetspezialisten wie Amazon, Temu & Co. konnten mit einem Plus von 1,6% gegenüber dem Vorjahr leicht zulegen. Stationäre Formate wie SB-Warenhäuser und der Lebensmitteleinzelhandel, die während der Pandemie und im Boomjahr 2022 mit Aktionsware beachtliche Marktanteile gewonnen hatten, konnten ihre Stellung 2024 aufgrund der insgesamt rückläufigen Nachfrage nach Leuchten/Lampen laut den Experten ebenfalls nicht behaupten.
Insgesamt setzt sich der Abwärtstrend in der Branche bis 2029 fort – wenn auch in moderaterer Form. In verschiedenen Prognosevarianten rechnen die Handelsforscher bis 2029 mit durchschnittlichen jährlichen Umsatzverlusten zwischen -2,4 und -1,2%.
Christoph Lamsfuß, Senior Consultant am IFH Köln, sagt: „Nach dem pandemiebedingten Ausnahmeboom und der anschließenden Korrektur hat sich der Onlinehandel stabilisiert und wächst 2024 wieder – trotz oder vielleicht gerade wegen der schwierigen wirtschaftlichen Lage. Viele Konsumenten agieren derzeit besonders preisbewusst und vergleichen verstärkt online. Das spielt Anbietern mit attraktiven Preisen und breitem Sortiment in die Karten. Plattformen wie Temu oder Shein treffen mit günstigen Angeboten und einer enormen Produktvielfalt den Nerv der Zeit und gewinnen weiter an Bedeutung im Markt.“
