Messe Frankfurt / IFH Köln
Neuer Branchenindex zu Konsumgütersegmenten
Frankfurt am Main / Köln. Mit dem neuen Branchenindex legen das IFH Köln und die Messe Frankfurt erstmals ein internationales Stimmungsbarometer für messerelevante Konsumgütersegmente vor.
Die erste Erhebung zeigt: Die Stimmungslage ist durchwachsen. Politische Unsicherheiten, Preisdruck und schwache Wachstumsimpulse stellen Unternehmen vor Herausforderungen. Während Asien und die USA vergleichsweise dynamisch in die Zukunft blicken, zeigt sich Europa abwartender. Insgesamt wird die eigene Geschäftslage zuversichtlicher bewertet als die der gesamten Branchen. Durchgängig wird weniger Regulierung gefordert.
Mit dem neuen Branchenindex präsentieren das IFH Köln und die Messe Frankfurt erstmals ein internationales Stimmungs- und Trendbarometer für Unternehmen der messerelevanten Konsumgüterbranchen. Ziel sei es, frühzeitig Stimmungen, Entwicklungen und Trends sichtbar zu machen und Unternehmen damit eine fundierte Grundlage für strategische Entscheidungen zu bieten. Für die erste Erhebungswelle wurden 945 Aussteller und Besucher der Messe Frankfurt aus über 60 Ländern – unter anderem Deutschland, Belgien, China und den USA – befragt. Der Auftakt zeigt eine insgesamt durchwachsene Stimmungslage: Mit einem Indexwert von 100,1 bewegt sich das Stimmungsbild auf stabilem, aber verhaltenem Niveau. Europa liegt mit 98,9 leicht unter dem internationalen Vergleich, während die USA (102,5) und Asien (105,3) höhere Werte erreichen.
Auch politische Rahmenbedingungen, Handelsdebatten und regulatorische Eingriffe beeinflussen die Stimmung in den messerelevanten Konsumgütersegmenten spürbar. Besonders Zölle und Handelsbeschränkungen spielen dabei eine zentrale Rolle: Rund die Hälfte der Aussteller (49 %) sieht sich hiervon konkret betroffen – international am stärksten in den USA (75 %), gefolgt von Asien (58 %) und Europa (33 %).
Eigene Geschäftsentwicklung positiver eingeschätzt
In den kommenden sechs Monaten rechnen die Befragten nur bedingt mit einer Verbesserung der Gesamtlage in ihren Konsumgüterbranchen. Auf Ausstellerseite erwarten knapp drei von zehn (28 %) eine positive Entwicklung, während fast die Hälfte (49 %) von einer Verschlechterung ausgeht. Beim Blick auf das eigene Unternehmen zeigt sich jedoch ein etwas optimistischeres Bild: Mit jeweils 42 Prozent der Aussteller rechnet die Mehrheit mit einer Verbesserung oder zumindest Stabilität der eigenen Geschäftslage. Unter den Besuchern erwarten 27 Prozent eine positive Entwicklung, 47 Prozent einen gleichbleibenden Kurs. Auch auf europäischer Ebene zeigt sich beim Blick auf das eigene Unternehmen mehr Zuversicht als auf die Branche insgesamt.
Globale Konsumgütermärkte wachsen
Auch die Wachstumsraten untermauern das vorsichtige Stimmungsbild: So wachsen sämtliche Konsumausgaben inklusive staatlicher und unternehmerischer Ausgaben in Europa um 1,7 Prozent, während die USA mit 3 Prozent und Asien mit 3,7 Prozent dynamischer abschneiden. Bei den privaten Konsumausgaben kommt Europa nur auf 0,4 Prozent, wohingegen die USA 2,7 Prozent und Asien 4,6 Prozent erreichen. Das weltweite Umsatzvolumen der betrachteten Konsumgüterbranchen beläuft sich auf rund 946 Milliarden Euro.