Miele
Wachstum trotz Hindernissen

Die Geschäftsleitung der Miele Gruppe (v. l.): Dr. Stefan Breit, Dr. Reinhard Zinkann, Olaf Bartsch, Dr. Markus Miele sowie Dr. Axel Kniehl. Foto: Miele

Die Miele Gruppe ist weiter gewachsen: Im Geschäftsjahr 2018/19 wurde ein Umsatz von 4,16 Mrd. Euro erzielt, was einem Plus von 1,5% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Ohne das Geschäft der koreanischen Tochter Yujin Robot, die erstmals in die Konzernrechnung einbezogen ist, läge der Gruppenumsatz um 0,2% über dem Vorjahr.

In Anbetracht der durchwachsenen Rahmenbedingungen bewertet die Miele-Geschäftsleitung den moderaten Zuwachs beim Konzernumsatz als ein „positives und vielversprechendes Signal“. Zwar bestünden die aktuellen Konjunkturrisiken weiter fort und habe sich auch das Wettbewerbsumfeld nachhaltig verändert, etwa durch einen preisaggressiveren Auftritt asiatischer Konzerne. Dennoch habe man sich zum Ziel gesetzt, im laufenden Geschäftsjahr 2019/20 und darüber hinaus wieder stärker zu wachsen.

Hierfür setzt Miele beispielsweise auf die Erschließung neuer Geschäftsfelder und eine zukunftsgerichtete Weiterentwicklung der internen Aufstellung in Entwicklung, Produktion, Vermarktung und Administration. Für diese und weitere Zwecke werden in erheblichem Umfang zusätzliche Investitionsmittel bereitgestellt. Zu den ersten Schritten zählen der Ausbau des Bereichs Smart Home und der Aktivitäten der Beteiligungstochter Miele Venture Capital GmbH.

Starke Zuwächse in Teilen Europas und den USA

In Deutschland hat Miele 1,2 Mrd. Euro Umsatz erzielt, was einem Rückgang um 0,3 Prozent entspricht. Außerhalb Deutschlands habe sich das Geschäft in den USA, Österreich, der Schweiz, Japan und Korea weiter sehr gut entwickelt. In Ländern wie Italien, Griechenland und Spanien zeige sich – nach zum Teil längerer Durststrecke infolge der Finanzkrise – wieder eine robuste Dynamik. Auch in Osteuropa habe man fast durchweg deutlich hinzugewonnen. Spürbare Rückgänge waren in China zu verzeichnen, wo staatliche Restriktionen den Immobilienhandel erschweren. In Hongkong dämpfen die politischen Unruhen das Geschäft und in der Türkei schlägt weiterhin der Verfall der türkischen Lira negativ zu Buche.

Investitionen bleiben auf hohem Niveau

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat Miele insgesamt 256 Millionen Euro investiert, was dem zweithöchsten Jahreswert überhaupt entspricht. Rund 180 Millionen Euro flossen in die Entwicklung neuer Geräte sowie in Ausbau, Umrüstung und Modernisierung des internationalen Produktionsverbunds der Miele Gruppe. Markante Posten sind etwa Entwicklung und Produktionsstart der „Generation 7000“ und des Staubsaugers „Triflex HX1“ sowie der Aufbau des Werkes in Ksawerów. Zum Stichtag 30. Juni 2019 beschäftigte die Miele Gruppe 20.221 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.


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