Mittelstandsverbund ZGV/EHI
Verbundsgruppen bauen Wettbewerbsvorteil aus

Dr. Marc Zgaga: „Nur wer Verbrauchern ein umfassendes Angebot bieten kann, wird am Ende überleben." Fotos/Grafik: Mittelstandsverbund

Der deutsche Möbelhandel ist 2015 um 4,3% gewachsen. Er hat damit deutlich besser abgeschnitten, als der übrige Einzelhandel, der im Vergleich zum Vorjahr um 3,1% zugelegt hat. Laut Mittelstandsverbund ZGV ist dieses Ergebnis vor allem auf die gute Bilanz des kooperierenden Möbelhandels zurückzuführen. So haben die Verbundgruppen 2015 rund 20 Mrd. Euro umgesetzt (Grafik). Damit seien sie auch 2015 Marktführer der Möbelbranche geblieben. Dies ist das Ergebnis der jährlichen Studie, die das EHI Retail Institute im Auftrag des Mittelstandsverbund ZGV einmal mehr durchgeführt hat. „Die Möbelkooperationen beweisen mit einem Marktanteil von 61%, dass sie nach wie vor die Nase vorn behalten können", kommentiert Dr. Marc Zgaga, Leiter der Fachgruppe Möbel im Mittelstandsverbund ZGV, die Ergebnisse. „Die Digitalisierung fordert den Mittelstand heraus. Kreative Ansätze und ein stabiles Umfeld sind gefragter denn je. Beides hat sich der kooperierende Möbelhandel erfolgreich auf die Fahne geschrieben." Die Zahlen sprächen für sich: Über den Versandhandel wurden im vergangenen Jahr 2,4 Mrd. Euro (2014: 2,1 Mrd. Euro) umgesetzt, was einem Marktanteil von 7,3% entspricht. Mehr als 80% der im Versandhandel bestellten Möbel wurden online bestellt. Wachstumstreiber seien hier überwiegend stationäre Händler, die mit zusätzlichen Onlineangeboten beide Vertriebswege bedienten. „Die Mittelstandskooperationen bauen damit ihren Wettbewerbsvorteil gegenüber den Online Pure Playern aus. Denn nur wer Verbrauchern ein umfassendes Angebot bieten kann, wird am Ende überleben", so Zgaga.

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