Mittelstandsverbund ZGV
Peter Altmaier zu Gast beim Mittelstandsgipfel

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (r.) mit Günter Althaus (Mitte), Präsident Mittelstandsverbund ZGV, und Dr. Ludwig Veltmann, Hauptgeschäftsführer Mittelstandsverbund ZGV. Foto: ZGV

Beim Mittelstandsgipfel Peak 2018 trafen sich am 17. Mai in Berlin Top-Entscheider der Politik- und Kooperationsszene, um über Trends und Herausforderungen der digitalen Transformation zu diskutieren. Bundeswirtschaftsminister und politischer Gast Peter Altmaier folgte der Einladung des Mittelstandsverbund ZGV und betonte die Bedeutung des Genossenschafts- und Kooperationswesens für die deutsche Wirtschaft.

„Durch ihr Zusammengehen im Verbund können kleine und mittlere Unternehmen Synergieeffekte erzielen und ihre Wettbewerbsposition im Markt verbessern.Um den Mittelstand bei der Digitalisierung zu unterstützen, helfen unsere Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren mit Rat und Tat weiter: So können Wissenslücken verringert und Chancen aufgezeigt werden. Aber auch bei anderen Herausforderungen wollen wir den Mittelstand unterstützen: Bürokratieabbau, Fachkräftesicherung und eine steuerliche Forschungsförderung sind drei Kernelemente für einen erfolgreichen Mittelstand“, betonte Altmaier.

Die aktuellen wirtschaftspolitischen Herausforderungen für den Mittelstand und seine Verbundgruppen seien vielfältig. Mit den Themen Digitalisierung, Steuerpolitik, Wettbewerbsregeln, Energiewende, Innenstadtentwicklung, und Qualifizierung benannte der Bundeswirtschaftsminister zentrale Überschriften, welche die Zukunft der mittelständischen Unternehmen maßgeblich beeinflussen würden und auf der Agenda der neuen Großen Koalition stünden.

Andreas Mundt: Neue Wege im Kartellrecht

Den Auftakt zur Peak 2018 hatte am Vorabend des Mittelstandsgipfels bereits der Präsident des Bundeskartellamtes, Andreas Mundt, mit seinem Impulsvortrag „Kartellrechtliche Herausforderungen in Zeiten der Digitalisierung“ gemacht. Bei einem spannenden Austausch mit dem Publikum gewährte Mundt Einblicke in mittelstandspolitische Fragestellungen. „Wenn wir die Innenstädte retten wollen, müssen wir auch dafür sorgen, dass die kleinen Einzelhändler ihre Chancen im Netz nutzen können.“, appellierte Mundt. Weil große Internetplattformen immer neue Segmente besetzten, würden die Wettbewerbsbehörden neue kartellrechtliche Wege gehen.

Digitalisieren, emotionalisieren, kooperieren

Neue Pfade müssten auch die Verbundgruppen einschlagen, erklärte Günter Althaus, Präsident des Mittelstandsverbundes bei seiner Eröffnungsrede der diesjährigen Peak. Angesichts der zunehmenden Reizüberflutung und der unendlich großen Auswahl an Produkten und Dienstleistungen gewinne der Faktor Mensch im digitalen Wandel eine immer stärkere Bedeutung. „Technik kann begeistern, aber nur mit Menschen lässt sich Begeisterung teilen.“, so Althaus. Das A und O sei es, sich mit dem stetigen Wandel und Prozess zu beschäftigen und weiter zu lernen – gleichzeitig aber die Rückbesinnung auf das, was den Menschen ausmache – nämlich Individualität und Empathie – nicht aus dem Auge zu verlieren.


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