MYI Gaming Index 2026
Wo die Gamer Möbel kaufen
Zürich. 41 Millionen Menschen in Deutschland spielen Games, und sie kaufen auch Schreibtische, Beleuchtung und Möbel. Der MYI Gaming Index 2026 misst erstmals systematisch, wie präsent Einrichtungsmarken bei Gamern sind.
Laut dem Branchenverband game (YouGov, n=25.000) spielen 41,2 Millionen Menschen in Deutschland Games – das entspricht 60 Prozent aller 6- bis 69-Jährigen. 46 Prozent davon sind Frauen, das Durchschnittsalter liegt bei 38,3 Jahren. Der Markt wächst: 2025 erzielte die Gaming-Branche einen Gesamtumsatz von 9,4 Milliarden Euro, ein Plus von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gaming-PC-Zubehör legte allein um 13 Prozent zu. Diese Zielgruppe richtet sich ein, kauft Beleuchtung, Regale, Deko und Bürostühle – das Geld fliesst nur selten zu klassischen Einrichtungsmarken.
Wie präsent Marken bei Gamern tatsächlich sind, hat der MYI Gaming Index 2026 untersucht. Die Gaming-Agentur MYI hat dafür in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsunternehmen Appinio rund 500 Gamer in Deutschland befragt. Gemessen wurden 65 Brands aus acht Branchen entlang zweier Dimensionen: Gaming Awareness, also die Sichtbarkeit einer Marke in der Gaming-Community, und kulturelle Verankerung, sprich die zugesprochene Glaubwürdigkeit innerhalb der Szene. Das Ergebnis für Home & Living ist eindeutig: Ikea erreicht einen Gaming-Index von 41,8 Punkten und liegt damit klar vorne – der Rest der Branche kommt im Schnitt auf 21 Punkte.
Die Zahlen zeigen laut der Gaming-Agentur MYI ein strukturelles Problem. Der Gaming Index misst bewusst zwei Dimensionen, weil Sichtbarkeit allein kein Vertrauen erzeugt. Mediabudget lasse sich einsetzen, aber kulturelle Glaubwürdigkeit nicht kaufen. Die Gaming-Community habe ein feines Radar für Marken, die nur kurz zu Besuch sind.
„Gamer erkennen sofort, ob eine Marke wirklich Teil ihrer Welt ist oder ob sie nur den Geldbeutel im Blick hat. Wer Gaming-Kultur nicht wirklich versteht, hat in dieser Community keinen Stand, egal wie gross das Mediabudget ist", so Cédric Schlosser, CEO & Co-Founder, MYI
Für Einrichtungsmarken, die das ändern wollen, gibt es zwei Wege. Der erste führt über das Produkt: Gaming-spezifische Sortimente oder Kollektionen, die direkt auf diese Zielgruppe ausgerichtet sind. Der zweite Weg ist niederschwelliger und für die meisten Unternehmen realistischer: Gaming konsequent im Marketing nutzen, denn auch Gamer renovieren, kaufen ein neues Bett, suchen einen Teppich. Der Unterschied liege laut MYI nicht im Produkt, sondern im Kanal und in der Ansprache: Von der Gaming-Aktivierung als Frequenzbringer bis zu Werbung auf Twitch gebe es viele Möglichkeiten.
Der MYI Gaming Index 2026 ist ein Kooperationsprojekt der Gaming-Agentur MYI und des Marktforschungsunternehmens Appinio. Der vollständige Report steht hier zum kostenlosen Download bereit.