Otto Group
US-Tochter Crate and Barrel soll weiter wachsen

In den nächsten Jahren sind über 30 neue Standorte von Crate and Barrel und CB2 in den USA und Kanada geplant. Foto: Otto Group

Die Hamburger Otto Group blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück und will das Filialnetzwerk ihrer US-Tochter Crate and Barrel kräftig erweitern. Die Gruppe konnte ihr Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf 641 Mio. Euro steigern und liegt damit deutlich über dem Wert des Vorjahreszeitraums (276 Mio. Euro). Damit erzielt die Otto Group ergebnisseitig nach eigenen Angaben das mit weitem Abstand beste Ergebnis der Nach-Corona-Zeit. Petra Scharner-Wolff, Vorstandsvorsitzende der Otto Group, betont: „Wir haben unsere Ziele souverän erreicht und die wirtschaftliche Basis der Gruppe weiter gestärkt. Unser klarer Fokus liegt auch weiterhin auf der Steuerung auf Profitabilität. Gleichzeitig investieren wir sehr zielgerichtet in Wachstum und Innovation.“

Der Blick richtet sich dabei auch über den Atlantik: Das Tochterunternehmen Crate and Barrel setzt seinen Omnichannel-Wachstumskurs fort und plant in den nächsten Geschäftsjahren die Erweiterung des eigenen Store-Konzeptes von derzeit mehr als 100 um weitere 30 bis 40 Stores in den USA und Kanada. Parallel werden bestehende Filialen umfassend modernisiert. Der Anbieter für Einrichtung und Lifestyle verzeichnete ein währungskursbereinigtes Umsatzwachstum von 1,6 Prozent – trotz des sehr herausfordernden US-Marktes und allen politisch bedingten Unsicherheiten. Zudem konnte die Gruppe ihr hohes Ergebnis erneut verbessern. Die Zahl der aktiven Kunden liegt bei 6,4 Millionen. Crate and Barrel sei es gelungen, sehr schnell auf veränderte Rahmenbedingungen zu reagieren, die eigenen Beschaffungsmärkte weiter zu diversifizieren und Lieferketten zu stabilisieren, betont man in Hamburg.

Um ein ganzheitliches Einkaufserlebnis anzubieten, investiert Crate and Barrel stark in spezielle Services, zum Beispiel bei der Innenraumgestaltung oder bei Anlässen wie Hochzeiten. Ziel ist hier, gesamte Kaufprozesse zu begleiten und eine lebenslange Kundenbindung aufzubauen, die über einzelne Transaktionen hinausgeht. „Wir haben gelernt, dass der beste Weg, mit Unsicherheit umzugehen, nicht darin besteht, auf jede äußere Veränderung zu reagieren, sondern unseren Fokus auf die Dinge zu vertiefen, die sich nie ändern: das Bedürfnis der Kunden nach Qualität, Inspiration und einem nahtlosen, individuellen und persönlichen Einkaufserlebnis", erklärt Janet Hayes, CEO von Crate and Barrel. „Wir priorisieren unsere Kerninitiativen und gestalten die Zukunft unseres Unternehmens." 

Auch in Beschaffung und Technologie stärkt das Unternehmen seine Zukunftsfähigkeit: Diversifizierte Beschaffungsmärkte sollen widerstandsfähige Lieferketten und kürzere Lieferzeiten ermöglichen. Besonders sichtbar wird dies bei individualisierbaren Sofas, die Kunden aus über einhundert Stoffen konfigurieren können und die in den USA in nur fünf Wochen gefertigt werden.

Im vergangenen Geschäftsjahr erzielte der Mutterkonzern in Hamburg in einem anspruchsvollen Marktumfeld einen Umsatz von 13,8 Mrd. Euro. Petra Scharner-Wolff: „Die Otto Group blickt auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Wir haben unseren Worten Taten folgen lassen. Vor dem Hintergrund von Zollkonflikten, alten und leider auch neuen Kriegen sowie einem nach wie vor gedämpften Konsumklima ist dies eine bemerkenswerte Leistung, die uns sehr zufrieden auf das zurückliegende Geschäftsjahr blicken lässt.“


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