Passagen 2019
Interior Design Week Köln stellt Events vor

Foto: Passagen/Patricia Ricci

Zum 30. Mal eröffnen vom 14. Bis 20. Januar 2019 die  Passagen. Die Shows internationaler Designer und Hersteller locken die Design-Aficionados auf den dicht gestaffelten Parcours durch die Kölner Innenstadt.

Eingeläutet werden auch die  Passagen 2019 mit der Preview im Ungers Archiv für Architekturwissenschaften (UAA) am Sonntag, den 13. Januar: Präsentiert werden Stühle, Tische und raumgreifende Regale des legendären Architekten Max Dudler sowie Fotografien von Stefan Müller.

Die Ausstellung des A&W-Designer des Jahres ist erneut Teil der Passagen: die Show des japanischen Designers Nendo wird im neu eröffneten 25hours Hotel The Circle präsentiert. Werner Aisslinger, der auch das Kölner 25hours gestaltet hat, lädt zum Talk mit den verantwortlichen Architekten von  O&O Baukunst ein. Darüber hinaus zeigt er im Pop-up Art Corner des Hotels die jüngst zusammen mit Tina Bunyaprasit für die Glasmanufaktur Poschinger entworfene Serie „collection co“. Unweit des Hotels eröffnet conmoto in der Art Galerie 7 einen Showroom zu den Passagen,„featuring Werner Aisslinger“, und im benachbarten The Qvest Hotel richtet SoLebIch, Deutschlands größte Wohncommunity, ein temporäres Apartment ein.

Das Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK) zeigt anhand von Entwürfen, Dokumenten, Fotografien und Kurzfilmen die 100-jährige Geschichte des lenkbaren Lichts von der Scherenleuchte Curt Fischers (1919) bis heute. Das Französische Kulturinstitut präsentiert in Kooperation mit der Straßburger Kunsthochschule HEAR (Haute école des arts du Rhin) Cléo Jouve-Corneloup und Axel Bidault, deren engagierte Designprojekte den Klimawandel und dessen Folgen thematisieren.

Die Preisträgerausstellungen „Iconic Awards 2019: Interior Innovation“ findet auch 2019 im Kölnischen Kunstverein statt. Das Wettbewerbs-Konzept des Rats für Formgebung ist aus dem „Interior Innovation Award“ hervorgegangen und fokussiert die Vernetzung der Bereiche Architektur und Einrichtung. Das German Design Council ist neben der Stadt Köln darüber hinaus Kooperationspartner des Passagen Prize, der am 15. Januar zum 2. Mal verliehen wird. Ausgezeichnet werden „up-and-coming Designer“, deren Passagen-Beitrag durch ein gelungenes Zusammenspiel von Produkt und Inszenierung überzeugt. Die Preisträgerinnen des Passagen Prize 2018, Hannah Kuhlmann und Jana Manfroid, zeigen 2019 „Aggregat“, eine Ausstellung junger Designtalente an der Schnittstelle zwischen Mobiliar und Installation im Kunsthaus Rhenania

Ein weiteres Förderprojekt der Stadt Köln in Kooperation mit der Region Limburg und der Stadt Maastricht ist Maken/Machen, das mit der Ausstellung „Shine“ Entwürfe an der Grenze von Kunst, Design und Handwerk in der Galerie Pamme-Vogelsang zeigt.

Die Kölner Einrichtungshäuser und Flagship Stores zeigen ihre Neuheiten: beispielsweise das Sofa „Étiquette“ des Designer-Duos GamFratesi bei DePadova, der Beistelltisch „Plisago“ aus Fürstenberg-Porzellan in Plisee-Optik bei Apropos, die neuen Kollektionen bei Lambert, Pesch, smow Köln, Magazin, Jan Kath und BoConcept, die Leuchten bei Occhio und Tobias Grau, der Stuhl „Matrix“ von Tokujin Yoshioka bei Kartell oder auch neue Entwürfe der Kölner Designer Meike Harde und kaschkasch bei Bolia. Neu hinzugekommen ist nicht nur der Store des dänischen Möbelherstellers Bolia, sondern auch Renetti und Hästens, beide im Belgischen Viertel.

Das Belgische Viertel vereint auch 2019 ein buntes Spektrum an Passagen-Shows wie unter anderem die Ausstellungen von Tislit, Atelier Sänger, Stefan Leuchter, Maximilian Michaelis, Patrizia Ricci sowie die neue Edition des Designer Tower in Galerien, die Inszenierung von „Generation Köln“ im Bunker am Bahngleis, Möbel von Modal Concept in der Maßschneiderei The Bloke, Wohnaccessoires von Fundamental Berlin im Bookshop Siebter Himmel oder auch Systemmöbel von mosatec im Waschsalon cleanicum. Darüber hinaus die ansässigen Design-Stores wie Rahmlow-Möbeldesign, Ohhh de Cologne oder der Concepstore von Petra Buchholz mit Präsentationen von Vibieffe und Leitner Leinen. Eine besondere Hommage zum 100-jährigen Bauhaus-Jubiläum präsentiert Tecta im Magazin Klaus Wolter: „BauhausNowhaus“ versammelt Neuinterpretationen von Bauhaus-Klassikern – so kleidet Katrin Greiling den Direktorensessel F 51 von Walter Gropius neu ein, während Tobias Groß die Oberfläche des Klapptischs K10 von Erich Brendel zum Strahlen bringt.

Architekturrelevante Themen sind mit zahlreichen Herstellern in mehreren Clustern vertreten: VitrA Bad, markilux, Garten + Design und Quirrenbach im Rheinauhafen; digitalstrom, Dornbracht, Sonos, Toto, Fincibec, Ceramiche Refin, Living Ceramics, Jung und Haller bei casaceramica in Köln-Ehrenfeld wie auch das „architekturforum“ von ultramarin; Neolith, Lithodecor, Porter’s Paints, und Farrow & Ball im Belgischen Viertel wie auch die neueröffneten Showrooms von Lintex und von oberender by Klecka mit 41zero42, Castle Stones und Tubes Radiatori. In unmittelbarer Nähe zur Messe präsentiert die Design Post das gesamte Spektrum ihrer mittlerweile 36 Aussteller von A wie Acousticpearls bis Z wie Zeitraum in der besonderen Atmosphäre dieser ehemaligen Posthalle.

Parallel zur Living Kitchen ist auch auf den Passagen das Thema „Küchen“ ein Schwerpunkt: Boffi stellt die neue Küche K6 von Norbert Wangen vor, blaser & höfer zeigen bulthaup und V-Zug, Küchen Schallenberg präsentiert allmilmö, Brune Küchen zeigen den Küchenhersteller Warendorf und auch im Flagshipstore von Giorgetti geht es um die neue Küche des italienischen Herstellers. Das Opening im neuen Kölner Showroom feiern Jonas Küchen Kultur Küchen mit einer Inszenierung der preisgekrönten Outdoorküchen von OCQ sowie Diovo-Küchen mit der Kollektion von Veneta Cucine.

Die Gestaltungshochschulen laden ein, einen Blick auf die Zukunft des Designs zu werfen: im Belgischen Viertel die Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur mit einer Installation in der Kirche St. Michael, am Ebertplatz das temporäre Urban Design Studio der Köln International School of Design  sowie im Designquartier Ehrenfeld die FH Dortmund bei Gesprächsrunden zu verschiedenen Studiengängen im Fachbereich Design oder die Akademie für Gestaltung der Handwerkskammer Münster auf der Designers Fair.

Der design parcours ehrenfeld ist nach wie vor ein Hotspot der Passagen. Beim Rundgang durch die Läden, Ateliers und temporären Ausstellungsorte des Kölner Designquartiers kann man Kölner Designer und internationale Gästen entdecken wie beispielsweise das Kölner Design Studio Niruk in der Körnerstraße, niederländische Wohnaccessoires von Jenna Postma im Salon 2 oder man schaut den Gestaltern in der Satelliten-Werkstatt des Vereins Angewandte Kunst Köln über die Schulter. Die Designers Fair dockt erneut an der Pattenhalle an und versammelt innovative Designprojekte aus Hamburg, Münster, Bremen, Düsseldorf sowie Architekten und Designer aus Georgien.

Ein neues Cluster ist in der Südstadt entstanden. Neben Markanto Depot, der festen Anlaufstelle für rare Sammlerstücke – 2019 mit zahlreichen Entwürfen und Prototypen von Florence Knoll – locken Ausstellungen rund um den Chlodwigplatz: Der Designverleger Jan Kurtz präsentiert zu den Passagen neue Klassiker von u.a. Sebastian Herkner, Kai Linke und Beseau & Marguerre; der neue Interior-Laden Goldkant zeigt neben etablierten Marken das junge Kölner Designstudio Aesthek; Leo Leo, das Kölner „Eldorado für Designfreaks“ präsentiert die Kölner Architektur-Fotografien von Paul Avis und Walter Dick; die Schmuckakademie zeigt Lichtobjekte und -installationen der Frankfurter Gestalter Markus Leben und Katja Kempe und last but not least zeigen drei Gestalter Arbeiten zwischen Kunst und Design im neuen Kunstraum Grevy!.

Katalog und Online-Programm erscheinen Ende 2018.


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