Regiodata Research
Einzelhandelsumsätze in Europa stabil

Die Prognose für den Einzelhandelsumsatz in Europa 2020. Grafik: RegioData Research

Die Umsätze im Einzelhandel im nahezu gesamten Europa entwickeln sich stabil und weitgehend positiv. Dies teilt der Marktforscher Regiodata aus Österreich mit. Die Zahlen exkludieren die Branchen Kraftfahrzeug- und Mineralölhandel. Der europaweite Einzelhandel (inklusive Türkei) legte im vergangenen Jahr um knapp 3% auf rund 3,4 Bio. Euro brutto zu. Auf der Grundlage aktueller Daten wird für 2020 sogar ein Anstieg um 3,5% erwartet, für 2021 allerdings ein schwächerer Wert zwischen 1,6 und 2,3% Zuwachs im Umsatz.

Dynamischer Osten

Auch auf Länderebene lässt sich für 2020 ein Aufwärtstrend feststellen. Am auffälligsten sind dabei die osteuropäischen Länder Ukraine, Moldau, Rumänien und Albanien, in denen 2020 mit Wachstumszahlen von über 6 bis 8% zu rechnen ist. Einzig Griechenland verzeichnet in Südosteuropa mit einem Plus von 2,2% einen unterdurchschnittlichen Anstieg.

Gesättigter Westen

Im Vergleich zum Wachstum in Osteuropa ist in westeuropäischen Ländern lediglich moderater Zuwachs zu verzeichnen. In den ausgabenstarken Ländern Schweiz und Luxemburg legt der Umsatz um 5,4% bzw. 4,5% zu. In der Schweiz liegt dies vor allem am stärker werdenden Franken, Luxemburg stellt besonders gute Zuwächse im privaten Konsum fest.

Auch Großbritannien kann mit einem erwarteten Plus von 3,8% zulegen. Großbritannien ist zwar am 31. Januar aus der EU ausgetreten, wird aber bis zum Ende der Übergangsphase – bis Ende 2020 – keine gravierend negativen Auswirkungen auf den Konsum zu erwarten haben. Auch das britische Pfund entwickelt sich momentan stabil zum Euro.

China am umsatzstärksten

Der Blick über den Atlantik zeigt, dass der Einzelhandel in den USA trotz des Handelsstreits mit China stärker als in Europa wächst. Dort wird für 2020 ein Wachstum von 5,6% prognostiziert. Europa und die USA werden voraussichtlich jeweils rund 3,5 Bio. Euro Umsatz erwirtschaften, China 4,5 Bio. Euro. Würde man die Branchen Kraftfahrzeuge und Mineralöle einbeziehen, dann wären die USA auf Platz 1.


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