Rodam
Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung
Schöppingen. Der Massivholzspezialist Rodam hat einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Der Geschäftsbetrieb wird uneingeschränkt fortgeführt.
Das Amtsgericht Münster hat im Zuge der Antragstellung ein vorläufiges Eigenverwaltungsverfahren angeordnet. Generalbevollmächtigt sind der Sanierungsexperte Rechtsanwalt Dr. Frank Kreuznacht sowie Rechtsanwalt Thore Voß aus der Kanzlei BBORS Kreuznacht, Münster. Die Anwälte haben die Antragstellung in enger Abstimmung mit dem Geschäftsführer Alexander Haas und dem Inhaber Godehard Pöttker vorbereitet und erste Grundlagen für ein Sanierungskonzept erarbeitet. Rechtsanwalt Dr. Carsten M. Wirth (Mönig - Wirtschaftskanzlei) wurde zum vorläufigen Sachwalter bestellt.
Der Geschäftsbetrieb der Rodam GmbH wird uneingeschränkt fortgeführt. Geschäftsführung und Gesellschafter werden gemeinsam mit den Sanierungsberatern an einer Restrukturierung des Unternehmens arbeiten und das Ziel verfolgen, den Sanierungsprozess zügig zu durchlaufen. Die weiteren Unternehmen der Pöttker-Unternehmensgruppe sind nicht von der Insolvenz betroffen.
Die Mitarbeitenden des Unternehmens wurden unmittelbar nach Anordnung des vorläufigen Eigenverwaltungsverfahrens über die aktuelle Situation und die Gründe, die zur Insolvenzantragstellung führten, informiert. Die Löhne und Gehälter sind für drei Monate über eine Vorfinanzierung des Insolvenzausfallgeldes der Bundesagentur für Arbeit gesichert. Die Mitarbeitenden unterstützen die Bemühungen der Geschäftsleitung im Hinblick auf eine Sanierung des Unternehmens.
Bereits im Vorfeld konnten wesentliche Ursachen der eingetretenen Krise lokalisiert werden. „Wir haben uns bereits mit den Problemstellungen im Unternehmen befasst und zum Teil auch schon Lösungsansätze erarbeitet bzw. erforderliche Maßnahmen auf den Weg gebracht“, führt Godehard Pöttker, Anteilseigner des Unternehmens, aus. „Wir werden die ersten Analysen nunmehr weiter vertiefen und die erforderlichen Schlussfolgerungen für die weitere Schritte in dem Sanierungsprozess ziehen“, ergänzt Rechtsanwalt Thore Voß.
„Ich bin davon überzeugt, dass uns das eingeleitete Eigenverwaltungsverfahren die Möglichkeit eröffnet, gemeinsam mit unseren Sanierungsberatern den Restrukturierungsprozess erfolgreich zu gestalten und das Unternehmen langfristig als Anbieter hochwertiger Massivholzmöbel am Markt zu erhalten,“ unterstreicht Geschäftsführer Alexander Haas.
Unterstützt werden Geschäftsleitung, Sanierungsberater und vorläufiger Sachwalter durch einen repräsentativen Gläubigerausschuss, der auf Anregung des Unternehmens vom Amtsgericht Münster eingesetzt wurde.