Röhr-Bush
Schutzschirmverfahren beantragt

Röhr-Bush fertigt eine breite Palette an Kastenmöbeln, vom Kinder- und Jugendzimmer über Schlafzimmer bis hin zu Büromöbeln. Foto: Röhr

Eine weitere schlechte Nachricht aus der ostwestfälischen Möbelindustrie erreicht heute die Branche. Der traditionsreiche Kastenmöbler Röhr-Bush aus Rietberg hat gestern beim Amtsgericht Bielefeld Antrag auf Eröffnung eines ESUG-Schutzschirmverfahrens (ESUG = Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen ) nach § 270b Insolvenzordnung gestellt. Das Verfahren soll es der Gesellschaft ermöglichen, „ihre Wettbewerbsfähigkeit in einem kurzen und intensiven Sanierungsprozess zu stärken und alle Voraussetzungen zu schaffen, langfristig und nachhaltig am sich latent ändernden Markt erfolgreich agieren zu können.“ Diese besondere Form des Sanierungsverfahrens, das die Insolvenzordnung seit 2012 ermöglicht, wird von der Geschäftsleitung des Unternehmens in Eigenverwaltung durchgeführt. Steffen Liebich ist im Frühjahr 2016 durch die neue Gesellschafterin Kairos Industries als Geschäftsführer bestellt worden. Er hat nach Angaben des Unternehmens in den letzten 25 Jahren eine Vielzahl von erfolgreichen Sanierungen durchgeführt, darunter unter anderem das erste große ESUG-Verfahren im deutschen Einzelhandel. Als Sachwalter wurde der bekannten Anwalt Dr. Frank Kebekus aus Düsseldorf bestellt. Dr. Kebekus hat als Sachwalter diverse erfolgreiche Sanierungen begleitet. Die Geschäftsführung geht davon aus, alle notwendigen Maßnahmen im Sommer diesen Jahres umzusetzen und durch Planzustimmung aller beteiligten Partner das Verfahren beschleunigt zu durchlaufen. Der Geschäftsbetrieb läuft dementsprechend uneingeschränkt weiter, alle notwendigen finanziellen Mittel für die Bezahlung beauftragter Lieferungen und Leistungen stünden bereit.

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