Rohstoffknappheit
Matratzenhersteller geraten unter Druck
Ein Engpass beim wichtigen Rohstoff TDI belastet die Lieferfähigkeit deutscher Matratzenhersteller. Darauf weist der Fachverband der Matratzenindustrie hin.
Am 16. Juli 2025 hat der Chemie-Konzern Covestro eine Force-Majeure-Erklärung für TDI (Toluoldiisocyanat) und weitere Produkte veröffentlicht. Auslöser war ein Brand in einer externen Umspannstation im Chempark Dormagen am 12. Juli 2025, der zu einem Stromausfall und Produktionsstillstand führte.
TDI ist ein zentraler Rohstoff für die Herstellung von PU-Schaumstoffen, wie sie in Matratzen verwendet werden. Sie bestehen zu rund einem Drittel aus TDI. Die Versorgungslücke betrifft laut Angaben der Chemie-Branche rund 10% des jährlichen TDI-Bedarfs in Deutschland.
Diese Situation bringt auch Matratzenhersteller in Schwierigkeiten: Aufgrund der nach wie vor angespannten Absatzlage können die gestiegenen Rohstoffkosten nur teilweise weitergegeben werden. Obwohl die Branche selbst nicht für die aktuelle Situation verantwortlich sei, drohten Lieferengpässe im Herbst, erklärt der Branchenverband.