Ruf Betten
Waterland Private Equity kauft Traditionshersteller

Ruf Betten hatte erst Ende des letzten Jahres einen komplett neuen Markenauftritt gelauncht und wurde jetzt vom Finanzinvestor Waterland übernommen. Foto: Ruf Betten

Die Beteiligungsgesellschaft Waterland Private Equity hat sämtliche Anteile an Ruf Betten und Bruno übernommen. Die Ruf Gruppe zählt zu den führenden Anbietern von Premium-Betten im deutschen Markt. Verkäufer der Anteile ist die Nord Holding. Das bisherige Management von Ruf Betten und Bruno bleibt den Unternehmen in gewohnter Funktion erhalten. Die Transaktion wird voraussichtlich im ersten Quartal 2022 abgeschlossen sein und steht unter dem üblichen Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden; weitere finanzielle Details wurden von den beteiligten Unternehmen nicht bekanntgegeben. 


Ruf Betten mit Sitz im baden-württembergischen Rastatt wurde 1926 gegründet und beschäftigt derzeit rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Unternehmen verfügt über ein reichhaltiges Angebot von Boxspring- und Polsterbetten und ist 2021 in den Markt für Schlafsofas eingestiegen. Pro Jahr werden mehr als 30.000 hochwertige Betten produziert. Das Traditionsunternehmen ist auf den stationären Möbelhandel spezialisiert und steht für hohe Individualisierung, modernes Design und höchste Produktqualität. Bruno mit Sitz in Berlin ist ein auf den Online-Direktvertrieb von hochwertigen Design-Boxspringbetten und Schlafsofas spezialisiertes Direct-to-Consumer-Unternehmen (D2C), das es in nur wenigen Jahren geschafft hat, eine führende Marktposition im D2C-Schlafmöbelsegment in Deutschland aufzubauen. Bruno war Anfang 2020 zur Unternehmensgruppe gestoßen.

Der Jahresumsatz der beiden Unternehmen belief sich zusammen zuletzt auf ca. 60 Mio. EUR. Mit Unterstützung des neuen Eigentümers und Buy-&-Build-Investors Waterland soll der erfolgreich eingeschlagene Wachstumskurs fortgesetzt und mittelfristig durch strategische Zukäufe weiter beschleunigt werden. Im Fokus stehen hierbei eine weitere Internationalisierung sowie eine Forcierung des Ausbaus des Geschäftsbereichs Direct-to-Consumer.

Ronald Grott, Mitglied der Geschäftsleitung bei der Nord Holding, blickt auf die langjährige Zusammenarbeit zurück: „Wir sind sehr stolz auf das Wachstum und den Erfolg, den die Ruf-Gruppe in den letzten fünf Jahren erzielt hat. Diese Beteiligung ist ein großartiges Beispiel für die Strategie der Nord Holding, hochwertige Unternehmen aus der DACH-Region und Management-Teams zu unterstützen, um national und international zu expandieren und das Wachstum durch transformative M&A zu fördern. Wir sind überzeugt, Ruf und Bruno bei Waterland in gute, erfahrene Hände zu geben.“

„Dank Unterstützung durch die Nord Holding konnten wir uns in den vergangenen Jahren hervorragend entwickeln. Gemeinsam mit Waterland wollen wir diese Entwicklung auf die nächste Stufe heben. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und neue, innovative Wege“, sagt Heiner Goossens, Geschäftsführer von Ruf Betten. „Durch die neue Partnerschaft sehen wir insbesondere im Bereich D2C noch weitere Wertschöpfungshebel, auch international. Wir freuen uns, die Marken Bruno und Ruf Betten gemeinsam mit Waterland in den kommenden Jahren weiter zu stärken“, ergänzt Dr. Felix Baer, Geschäftsführer von Bruno.

„Ruf Betten verfügt über eine breite, loyale Kundenbasis, eine ambitionierte Belegschaft und ein erfahrenes Management. Mit Bruno ist die Gruppe auch im Direct-to-Consumer-Segment hervorragend positioniert und konnte in den vergangenen Jahren stetig Marktanteile hinzugewinnen“, erklärt Dr. Carsten Rahlfs, Managing Partner bei Waterland. „Diesen Wachstumskurs wollen wir durch organische Impulse und weitere Akquisitionen in den kommenden Jahren ausbauen. Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Partnerschaft.“

Waterland verwaltet nach eigenen Angaben aktuell mehr als neun Milliarden Euro an EIgenkapital und ist mit Büros in zehn europäischen Ländern vertreten.


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