Scholtissek – Neue Programme
In einer Premiumnische erfolgreich

Das skulpturale Kastenmöbelprogramm „Caro“ scheint zu schweben – der Holz-Korpus ist in ein filigranes Edelstahlgestell eingehängt. Fotos: Scholtissek

Die Möbelmanufaktur Scholtissek ist seit dem Jahr 1972 ein kontinuierlich wachsendes Unternehmen am Produktionsstandort Ostercappeln im Osnabrücker Land. „Unser Know-how sind Massivholztische mit minimalistischem Design in Manufakturqualität. Damit sind wir in einer Premiumnische erfolgreich am Markt“ – so das Credo der Firmengründer und Inhaber Renate Möller und Reinhard Scholtissek.
Über die Positionierung von Scholtissek im Markt, über Ausrichtung und Zukunftspläne sprach der MÖBELMARKT mit Vertriebsleiter Alexander Haas.

MM: Herr Haas, was zeichnet die Möbel von Scholtissek aus?
Alexander Haas: Design-Anspruch, Qualität und handwerkliche Detailverliebtheit kennzeichnen unsere Möbel. Massivholztische aus edlen Laubhölzern sind unsere Kernkompetenz. Jeder Tisch ein Unikat – das ist das Exzellenzversprechen von Scholtissek: Die Komposition der Maserung, die Verarbeitung des Holzes, da wird jedes Detail genau geplant. Die besten Ideen für das einzigartige Design unserer Möbel liefert uns übrigens die Natur selbst. Wir sind bestrebt, jede individuelle Besonderheit der massiven Edelhölzer bestmöglich hervorzuheben und gern auch in Kontrast zu Glas, Edelstahl oder Schiefer zu setzen, so dass am Ende die Natur – das Holz – zum Ereignis wird.

MM: Welche Hölzer werden für die Möbel von Scholtissek verarbeitet?
Haas: Wir verarbeiten überwiegend europäische Laubhölzer, aber auch ausgefallene Hölzer aus den USA, wie etwa Apfelholz – doch niemals Holz aus dem Regenwald. Zwölf verschiedene Edelholzarten werden angeboten, und wir verarbeiten nur Massivholz. Die massive Tischplatte, jeder Tisch mit einem einzigartigen Maserbild komponiert, soweit wie möglich naturbelassen, in eingeölter Schlichtheit – das ist typisch und unverwechselbar Scholtissek.

MM: Wie muss man sich die Produktion in der Manufaktur Scholtissek in Ostercappeln vorstellen?
Haas: Unsere Möbel entspringen keiner hochtechnisierten, computergesteuerten Produktionsstraße, bedient von wenigen EDV-Spezialisten. Seit jeher pflegen wir den Manufakturgedanken und lassen es nicht zu, dass eine Maschine betriebswirtschaftlich und emotionslos entscheidet, wie das Möbel auszusehen hat. Manufakturanspruch und Qualität bedeutet bei Scholtissek: Jeder einzelne Tisch, sein Maserbild, die Verarbeitung des Holzes, werden einzeln besprochen und geplant. Der Nachhaltigkeit der rein handwerklichen Herstellung von Spezialisten entspricht die naturbelassene Verarbeitung: Die Massivholzmöbel, Tische und Korpusmöbel wie Anrichten, Geschirrschränke und Kommoden werden nur gewachst und geölt. Und auch das ist reine Handarbeit.

MM: Auch die Auszugstechniken sind bemerkenswert. Wie werden diese entwickelt bzw. worauf legen Sie dabei besonderen Wert?
Haas: Durch die versteckte, hochmoderne Auszugstechnik sind Tische von Scholtissek Tische fürs Leben, denn sie passen sich veränderten Wohn- und Lebenssituationen an. Bei den Auszügen achten wir auf Leichtgängigkeit, da wird so lange getüftelt, bis sich auch schwer wirkende Platten mühelos bewegen lassen.  

MM: Wie individuell können Sie auf Kundenwünsche eingehen?
Haas: Unsere Flexibilität ist unser Markenzeichen. Neben unseren Kollektionen bieten wir auch Sonder- und Maßanfertigungen in allen Stilen und auch aus ausgefallenen Edelhölzern an. Viele Kunden kommen extra in unseren Showroom auf dem Wamhof, einem historischen Fachwerk-Ensemble in Schledehausen/Bissendorf bei Osnabrück, und suchen sich individuell ihre Tischplatte aus. Jedes Möbel kann in beliebiger Holzart, Oberfläche und technisch umsetzbaren Maßen gefertigt werden. Das unterscheidet uns von vielen anderen Anbietern.

MM: Wo findet der Kunde die exquisiten Scholtissek-Produkte? Wie sind Sie da vertriebstechnisch ausgerichtet?
Haas: Da unsere Warengruppe sehr beratungsintensiv ist, vertreiben wir unsere Produkte ausschließlich über den Hochwerthandel. Hier treffen wir auf unsere Zielkundschaft, die die Individualität und die hochwertige Verarbeitung sucht und zu schätzen weiß.

Alexander Haas: „Jeder Tisch ein Unikat – das ist das Exzellenzversprechen von Scholtissek.“

MM: Was sind die Produkt-Highlights in Ihrer Kollektion? Welche altbewährten Klassiker und Erfolgsprogramme bzw. welche Neuentwicklungen kommen besonders gut an und machen den Erfolg von Scholtissek aus?
Haas: Wir achten sehr darauf, dass die Kollektion dynamisch bleibt, wir diese stetig weiterentwickeln, Bewährtes hinterfragen und den heutigen Anforderungen anpassen. Auszugstische, häufig leicht und filigran und versteckte Technik sind genauso gefragt wie der große Esstisch mit einer 8 cm starken Platte in Nussbaum, ruhend auf einem Edelstahlgestell. Auch stehen hochwertige Stühle mit einem Sitzkomfort, den man bis dato nur aus dem Wohnbereich kannte, im Fokus des Endkunden. Große, massive Wohnwände spielen in der heutigen Möblierung kaum noch eine Rolle. Diese wurden von einzelnen Solitärschränken abgelöst, die den Raum gestalten aber nicht dominieren. Unser Schrankmodell „Varus“ ist da ein gutes Beispiel.

MM: Neben der Kernkompetenz Massivholzmöbel bietet Scholtissek außerdem extravagante Accessoires.
Haas: Ja, unsere Accessoires für den Bereich „Home and Garden“ stellen wir auf den Frankfurter Messen Ambiente und Tendence vor. Das sind z. B. originelle Kunstskulpturen, wie fantasievoll gestaltete Eisen oder Holzstelen mit bunten Glasköpfen, die sowohl innen als auch im Außenbereich stilvolle Akzente setzen. Anfang dieses Jahres wurde die Kollektion durch handgearbeitetes Porzellan erweitert. Diese passt im Thema und im Anspruch hinsichtlich Design und Verarbeitung perfekt zu unserer Möbelkollektion.

MM: Scholtissek ist auch im Objektbereich gefragt. Was können Sie da anbieten?
Haas: Der exklusive Innen- und Objektausbau ist ein weiteres Segment in unserem Angebot. Hier spielt die hohe Individualität der Kollektion eine wichtige Rolle. Ob Hoteleinrichtungen, Restaurantausstattungen oder hochwertige Büros vom Empfang bis in die Geschäftsleitung umfasst unser Portfolio. Möglich ist dies mit einem engagierten Team von rund 130 Mitarbeitern inklusive Zulieferern aus der Region.

MM: Zur Geschäftsleitung gehören neben den Firmengründern Renate Möller und Reinhard Scholtissek auch Sie als Vertriebsleiter und Eduard Schleich als Betriebsleiter. Welche Visionen haben Sie für die Zukunft des Unternehmens?
Haas: Werte wie Qualität, Individualität und Emotion werden auch in Zukunft Menschen ansprechen und begeistern. Allerdings ist diese Zielgruppe kleiner geworden. Es muss unser Anspruch sein, genau diese Kunden zu erreichen. Ziel muss es für uns sein, uns von der konsumigen, kurzlebigen Ware abzugrenzen und dem Menschen, der sich für ein hochwertiges, auf seine Bedürfnisse abgestimmtes Möbel interessiert, zu begeistern. Diese Begeisterung treibt uns an und lässt uns zuversichtlich in die Zukunft schauen.

MM: Vielen Dank für das Gespräch, Herr Haas, und weiterhin viel Erfolg!

Markenzeichen von Scholtissek: Tisch „Kantara“ mit 9 cm dicker Massivholzplatte mit natürlicher Baumkante und ausdrucksstarkem Maserbild.

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