Servicepoint A30
Herbstevent „Möbelvisionen“ zeigt Materialtrends

Gastgeberin Katrin de Louw (rechts) mit den Referenten Oona Horx-Strathern (Zukunftsinstitut) und Hannes Bäuerle (raumProbe), beim Event „Möbelvisionen“ im Servicepoint A30. Fotos: Trendfilter

Zum 11. Mal veranstaltete Servicepoint A30 jetzt sein Herbstevent „Möbelvisionen“. Dabei drehte sich im ostwestfälischen Bünde alles um Materialtrends und darum, wie die Zuliefererbranche Innovationen in der Möbelindustrie vorantreibt. Mit rund 130 Besuchern erreichte das Event auch im Herbst 2017 nahezu seine Kapazitätsgrenze. „Es hat uns erneut sehr viel Freude bereitet, an dem Trendfilter Möbelvisionen im Servicepoint A30 teilzunehmen“, sagt Heidrun Brinkmeyer, die Geschäftsführerin Marketing und Vertrieb von Ballerina Küchen. „Wie immer waren die Vorträge sehr informativ, praxisbezogen und zukunftsweisend.“ Neben informativen Präsentationen stand auch bei den 11. „Möbelvisionen“ der Austausch, das Netzwerken im Fokus. Für die Initiatorin des Servicepoint A30, der Innenarchitektin und Trendexpertin Katrin de Louw, gehört diese Mischung generell zu den zentralen Erfolgsfaktoren des Events: „Wir wollen die Akteure der Branche zusammenbringen, damit Ideen zirkulieren und Kooperationen eingegangen werden können und daraus Neues entstehen kann.“ Für die Zukunft versprach Katrin de Louw, dass man beim Trendfilter den Dialog vorantreiben wolle und mit einer dichteren Taktung an Events wie „Möbelvisionen“ oder der neuen Tagungsreihe „Kurzer Prozess“ Aufmerksamkeit erzeugen und damit die Entwicklung neuer Trends vorantreiben wolle. Der Netzwerkcharakter solle zukünftig noch stärker ausgeprägt werden − außerdem solle neben Materialtrends auch Technik eine feste Größe werden.

Das Vortragsprogramm war wie immer im Trendfilter informativ und spannend. Unter anderem stellte Hannes Bäuerle, Gründer und Inhaber von raumProbe, einem Portal für innovative Materialien, die Gewinner des materialPreises vor, den sein Institut vergibt. Dabei ging es in diesem Jahr vor allem um die innovative Anwendungen von Materialien: von der Herzklinik über den Hausbau in Namibia bis hin zu einer Aktivhaussiedlung, die als Flüchtlingsunterkunft dient. Sein Fazit lautete: „Neue Materialien sind oftmals der Schlüssel für neue Trends“ − was wiederum eine perfekte Überleitung zum letzten Beitrag bildete: Oona Horx-Strathern ist Zukunftsforscherin und Trendspezialistin beim Zukunftsinstitut Frankfurt. In einem sehr persönlichen Vortrag erläuterte sie die Zukunft des Wohnens und die Macht der Megatrends. Dass es persönlich würde, machte sie gleich zu Anfang klar: „Ich rede heute nicht nur über Theorie, sondern auch über die Praxis.“ Ihr Vortrag basiere auf eigenen Erfahrungen: Gemeinsam mit ihrem Mann Matthias Horx habe sie vor acht Jahren ein Haus geplant. Ihr Anliegen sei gewesen, ein Zukunftshaus zu bauen. Anhand dieser Erlebnisse griff sie Stichworte wie Co-Living (statt Co-Isolation), Micro-Wohnen, Konnektivität oder Mindful Living auf − ohne dabei abstrakte Worthülsen zu nutzen, sondern gespickt mit konkreten Beispielen und dicht an ihren individuellen Erfahrungen.

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