Sitzfeldt
Möbelonlinehändler in der Insolvenz

Foto: Sitzfeldt

Aufgrund erheblicher Umsatzrückgänge wegen der Corona-Krise hat die Sitzfeldt GmbH beim Amtsgericht Charlottenburg einen Insolvenzantrag gestellt. Sebastian Laboga von der Pluta Rechtsanwahlts GmbH wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter des Onlinehändlers für Designersofas und hochwertige Sitzmöbel bestellt.

Die deutschlandweiten Showrooms von Sitzfeldt mussten vor zwei Wochen schließen. Der Verkauf über den Onlineshop ist ebenfalls derzeit eingestellt. Als Folge scheiterte eine geplante Finanzierungsrunde.

Der vorläufige Insolvenzverwalter verschafft sich nun einen ersten Überblick. Zusammen mit seinem Team, zu dem Rechtsanwalt Thorsten Petersen gehört, prüft er derzeit die finanzielle Lage des Betriebes. „Die aktuelle Situation, die es so noch nie in Deutschland gab, ist eine Herausforderung für alle Beteiligten. Besonders der Handel steht aktuell unter starkem Druck“, so Laboga. „Eine genaue Prognose über die Dauer der derzeitigen Schutzmaßnahmen wegen Covid-19 ist derzeit noch nicht möglich. Gemeinsam mit der Geschäftsführung führen wir deshalb Gespräche mit allen Beteiligten, um gemeinsam Lösungsansätze für verschiedene Szenarien zu erarbeiten.“ Die Gehälter der 22 Mitarbeiter sind für drei Monate über das Insolvenzgeld gesichert.

Julius Martini, Geschäftsführer von Sitzfeldt, erklärt: „Wir sind uns einig: In Krisenzeiten ist Handeln gefragt. In den kommenden Wochen werden wir den vorläufigen Verwalter bestmöglich unterstützen, um unserem Unternehmen eine Zukunft zu ermöglichen. Im Rahmen des Insolvenzverfahrens ist Sitzfeldt unter anderem auf der Suche nach einem neuen strategischen Partner, mit dem die Marke und der Geschäftsbetrieb fortgeführt werden kann.“


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