Spanische Möbelindustrie
Produktionswert deutlich angestiegen
Madrid (Spanien). Der Produktionswert der spanischen Wohnmöbelbranche belief sich im Jahr 2025 auf rund 1,6 Mrd. Euro, was einem Anstieg von 3,6% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dieses Plus erfolgte in einem Umfeld steigender Auslandsumsätze und wachsender Inlandsverkäufe, die von der positiven Entwicklung des Immobilienmarktes und verbesserten Finanzierungsbedingungen profitierten. Das geht aus der Basisstudie „Mueble de Hogar“ hervor, die vom Observatorio Sectorial DBK von Informa veröffentlicht wurde.
Die Exporte der Branche erhöhten sich um 5,8% auf 852 Mio. Euro. Hauptzielländer waren Frankreich, Portugal, die Vereinigten Staaten, Deutschland und Italien, die zusammen rund 60% des gesamten Exportwerts ausmachten. Die Importe zeigten sich besonders dynamisch und legten um 9,1% auf 1,176 Mrd. Euro zu. Dadurch weitete sich das Handelsbilanzdefizit auf 324 Mio. Euro aus. Größter Herkunftsmarkt blieb China, das rund 50% des gesamten Importwertes stellte, gefolgt von Italien, Polen und Vietnam.
Die zunehmende Preissensibilität der Kunden, der erwartete Anstieg einiger Produktionskosten und die wachsende Verhandlungsmacht des Vertriebs erschweren laut dem Bericht kurzfristig eine deutliche Verbesserung der Rentabilität. Zudem sieht sich die Industrie durch den Margendruck von Importware mit zusätzlichen Herausforderungen konfrontiert.
Im Januar 2025 waren 9.373 Möbelhersteller in Spanien registriert – ein Rückgang um 3,9% gegenüber dem Vorjahr. Die Mehrheit der Betriebe ist klein strukturiert: Rund 90% beschäftigen weniger als zehn Mitarbeiter, nur 1,7% haben mehr als 50 Beschäftigte.