spoga + gafa
Gemeinsam auf Augenhöhe

Stefan Lohrberg (Foto), Director Koelnmesse, erläutert im Interview mit Sebastian Lehmann die Gründe für die erneute Absage der spoga+gafa und gibt Einblicke in die 2022 geplante Veranstaltung.

Foto: Koelnmesse

MM: Aufgrund der weiterhin unsicheren Covid-19-Situation und den daraus resultierenden Beschränkungen mussten Sie die für August geplante spoga+gafa auch für 2021 absagen. Kam diese Entscheidung vor dem Hintergrund nun stark sinkender Corona-Fallzahlen nicht zu früh?
Stefan Lohrberg:
Die Absage erfolgte zu einem für unsere Aussteller passenden Zeitpunkt. Deren Timings und Bedürfnisse bilden unseren Handlungsrahmen, nicht umgekehrt. Die spoga+gafa steht wie keine andere Messe der Gartenlifestyle-Branche für ihre Internationalität. Aussteller anderer Kontinente brauchen spätestens drei Monate vor Veranstaltungsbeginn Planungssicherheit. So sehr sich die Branche, so sehr wir uns eine spoga+gafa 21 wünschten, so richtig war die Entscheidung, der Bitte, die Messe abzusagen, nachzukommen.   

MM: Nun soll die nächste Ausgabe vom 19. bis 21. Juni 2022 stattfinden. Wie wird dieser Termin von der Outdoor-Branche angenommen?
Lohrberg:
Der Termin kommt bei Ausstellern und Besuchern wegen der besseren Positionierung der Messe innerhalb deren Orderzyklen sehr gut an. Unsere Aussteller, seien es die Möbellieferanten oder die der anderen Segmente, reagierten damit, wie angekündigt, hervorragend auf das Datum und spiegeln dieses mittels ihrer Buchungs- und Vergrößerungsanfragen deutlich wider.
Schauen wir auf die anderen Kontinente, so sind die dort laufenden Vertriebsgespräche im Vergleich zu Europa aktuell noch belasteter, nicht im Ansatz aber mehr, sind diese von der Hoffnungslosigkeit des letzten Jahres geprägt. Ein schönes Beispiel: unsere erste Buchung 22 kam aus den USA. Wir dürfen 2022 somit mit vollen Hallen – belegt durch eine gewohnt interkontinentale Ausstellerschaft – und mit zufriedenen Besuchern aller Handelsformen aus aller Welt rechnen.  

MM: Können Sie schon Einblicke in die Gestaltung der nächsten spoga+gafa geben?
Lohrberg:
Die Nordhallen planen wir wie vor der Pandemie, die Südhallen, und somit die unserer Möbelkunden, werden anders dastehen. Die Kunden der Hallen 3 und 2 ziehen sämtlich in die Hallen 11.1. und 11.2. In Verbindung mit der Halle 10.2, garden unique, ergibt sich damit ein neues Spannungsfeld, welches für kürzere Wege und folglich einen perfekten Austausch der Besucherströme innerhalb des Möbelsegments sorgt.  

MM: Was ist Ihr Ziel für die spoga+gafa 2022?
Lohrberg:
Unser Ziel ist es, den Weg der letzten fünf Jahre fortzuschreiten. Die spoga+gafa hat ihre Positionierung als größte Gartenlifestyle-Messe der Welt in dieser Zeit ausgebaut und ihren Nutzen für die Aussteller und Besucher jedes Jahr erhöht. Bereits vor der Pandemie stand die spoga+gafa als internationale Lösungs- und Themenplattform nicht mehr nur noch am Rand der Branche, sondern als mehrwertstiftender Bestandteil innerhalb dieser. Diesen Weg gehen wir weiter. Unser Umgang mit der Ausstellerschaft innerhalb der Pandemie hat gezeigt, dass wir untereinander auf Augenhöhe – dieses mit einem Blick auf die Bedürfnisse der Partner – agieren.
Die spoga+gafa 22 wird nicht nur Angebot und Nachfrage – dieses zum bestmöglichen Zeitpunkt – von Lieferant und Handel zueinander bringen, sondern wird sich parallel mit Lösungen zu Herausforderungen befassen, welche den Markt in den letzten Monaten trafen und in den kommenden Jahren Einfluss auf das Wohl der Branche nehmen. Gemeinsam mit unseren Partnern werden wir 2022 die Rahmenbedingungen schaffen, damit wir wieder hier in Köln zusammenkommen können. Wir freuen uns auf die persönlichen Kontakte sowie den direkten und inspirierenden Austausch miteinander. Unser Ziel: die relevanteste spoga+gafa der Jetztzeit.

Herr Lohrberg, vielen Dank für dieses Gespräch. 


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