Tagung der World Furniture Confederation
Die Möbelwelt rückt enger zusammen

Die Teilnehmer der Generalversammlung der World Furniture Confederation. Foto: WFC

Im chinesischen Ganzhou tagt in dieser Woche der Weltmöbelverband (WFC), MÖBELMARKT ist vor Ort. Bei der Tagung werden angesichts der großen globalen Herausforderungen aktuell zwei Werte besonders betont: Solidarität und Vertrauen. Verbands-Präsident Xu Xiangnan betonte in seiner Rede vor den Delegierten und Gästen aus aller Welt, man habe schon die Covid-Krise gemeinsam gemeistert und sei als globale Möbelfamilie zusammengewachsen: „Gemeinsam haben wir große Resilienz und Vitalität bewiesen.“ Dies stimme ihn optimistisch, dass die Branche weltweit auch künftig Stärke zeigen werde und Themen wie technologische Transformation, Kreislaufwirtschaft, CO2-Reduktion und Green Economy gemeinsam meistern könne. „Wir stehen am Beginn einer neuen industriellen Revolution“, sagte Xu Xiangnan mit Blick auf das Thema Künstliche Intelligenz. 

Deutschland ist auf der WFC-Tagung nur indirekt über den Vorsitzenden des europäischen Verbandes EFIC vertreten. Als neue Mitglieder des Weltverbandes wurden zwei europäische Vereinigungen aufgenommen: Das Portgual Innovation and Technological Center for Wood and Furniture (Innomob) sowie die European Timber Industries Confederation (ETIC). Julio Morais betonte als Vertreter von Innomob, das Ziel der portugiesischen Möbelindustrie: „Wir definieren uns nicht länger nur über Tradition, sondern auch über Themen wie Design, Technologie und Nachhaltigkeit. Wir streben eine deutlich stärkere Internationalisierung unserer Aktivitäten an.“

Am Vorabend der WFC-Konferenz tagten bereits die asiatischen Möbelverbände. Die Mitglieder betonten, künftig ihre industrielle Kooperation und die Zusammenarbeit in technologischer Forschung und Entwicklung, Design und gemeinsamer Markterschließung verstärken zu wollen. Das ist auch eine Reaktion auf die aktuellen geostrategischen Entwicklungen und die US-Handelspolitik. Asien steht für 52,6% der globalen Möbelproduktion, dominiert von China – und der Verband hat sich nun umbenannt, um noch größer zu werden. Künftig agiert man als Asiatisch-Pazifischer Möbelverband (CAPFA), um den gesamten Asien-Pazifik-Raum zu repräsentieren

MÖBELMARKT berichtet in seiner Juni-Ausgabe ausführlich über die Versammlungen.


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