Tendence / Messe Frankfurt
Messe im Wandel

Networking auf der Tendence. Foto: Messe Frankfurt

Ordermessen, wie man sie von früher kennt, verändern durch die digitalen Möglichkeiten ihre Funktion. So werden Messen heute stärker für die nachhaltige Vernetzung, den Vertrauensaufbau für eine längerfristige Zusammenarbeit oder, um die Produkte mit allen Sinnen zu erleben, genutzt. Die Ordertätigkeit während der Messe rückt vermehrt in den Hintergrund und findet zunehmend erst im Anschluss an die eigentliche Messe statt. Das ist auch bei Ausstellern der Tendence in steigendem Maße zu beobachten, wie die Messe Frankfurt mitteilt.

Als traditionsreiche Messe ist die Tendence, die dieses Jahr vom 29. Juni bis 1. Juli in Frankfurt stattfindet, ein wesentlicher Ankerpunkt im Geschäftsjahr vieler Aussteller und Besucher. Die Veranstaltungsformate wandeln sich seit einigen Jahren weg von klassischen Ordermessen hin zu Branchenevents. Neben Produktneuheiten und kreativen Impulsen finden Besucher ein vielfältiges, auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Rahmenprogramm. Die Tendence hat deswegen in den letzten Jahren das Rahmenprogramm mit der Academy ausgebaut. Aber auch mit vielen weiteren Formaten wie den Talents, dem Concept Store, dem Village oder Paper & Friends, um die passenden Angebote für das richtige Messeerlebnis zu schaffen. Hinzu kommt noch das Programm in den verschiedenen Marktwelten. Geordert wird natürlich weiterhin – allerdings vermehrt im Anschluss an die Messe.

Aufträge werden zunehmend nach der Messe platziert

„Bei früheren Messen konnte man das Messeergebnis anhand des Umsatzes am Abend des letzten Messetages beurteilen. Dies ist bei den jetzigen Messen nicht mehr möglich. Das Orderverhalten der Besucher hat sich verändert, die Messen dienen heutzutage auch zur Information über das Marktgeschehen und den fachlichen Austausch. Die Aufträge werden häufiger als zuvor zu einem späteren Zeitpunkt platziert. Ein Messebesuch wird jedoch für den Handel unabdingbar bleiben. Die Inszenierungen, Sonderplatzierungen, die Haptik der Ware, ein Überblick über tausende Produkte und verschiedenste Trends müssen vor Ort erlebt werden“, so Heinz J. Saller, Geschäftsführer bei Casablanca Bocholt.

Das Orderverhalten hat sich nicht nur in Bezug auf den Zeitpunkt verändert. Die Themen Nachhaltigkeit und Qualität werden für die Einkäufer zunehmend wichtiger. „Der Zeitgeist steht im Zeichen von Qualität und Fair Trade. Der Endverbraucher kauft lieber ein Teil weniger aber dafür das Besondere wie nachhaltig ökologische Produkte. Den Alltag der Kunden durch nachhaltige Qualität und individuellen Lifestyle wertvoller machen zu dürfen, erkenne ich als Geschenk meines persönlichen Arbeitsalltages“, so Michael Rossmann von Pad home design concept.

Jederzeit Ordern auf der digitalen Plattform Nextrade

Der im Februar 2019 bekannt gegebene digitale Marktplatz Nextrade setzt genau an der Veränderung des Orderverhaltens an. Mit diesem zusätzlichen Serviceangebot für Aussteller und Besucher geht die Messe Frankfurt in Zukunft einen wichtigen Schritt in Richtung verlängerte Messe: 365 Tage im Jahr ordern. Nextrade ist ein einheitliches, digitales Order- und Datenmanagement für Lieferanten und Händler in nur einem System. Bestellungen sind zu jeder Tages- und Nachtzeit möglich und die Lieferanten pflegen die Daten ihrer Artikel auf dem Marktplatz in einen jeweils eigenen Webshop ein. Hier ergänzt eine digitale Plattform perfekt und gezielt im Sinne beider Marktseiten den Messebesuch und unterstützt Besucher bei der neuen Dimension des Orderns. Wie das ganze funktioniert, zeigt eine Pilotversion des digitalen Marktplatzes Nextrade auf der Tendence in Halle 8.0 am Stand D10.

Die Tendence 2019 findet vom 29. Juni bis 1. Juli 2019 statt.


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