VdDK-Mitgliederversammlung
Führungsspitze bestätigt/ Informationen zur LivingKitchen

Foto: VdDK

Im Rahmen einer Mitgliederversammlung hat der Verband der Deutschen Küchenmöbelindustrie (VdDK) seine Führungsspitze bestätigt. Die Wahlen zu Vorstand und Kassenprüfern waren das zentrale Thema der Veranstaltung in Verl. Dabei wurden der bisherige Vorsitzende, Stefan Waldenmaier (Leicht) sowie dessen Stellvertreter Dr. Lars Bopf und Dirk Krupka (Häcker) einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Vergleichbares gilt für die Beisitzer im Vorstand, zu deren Kreis Leo Brecklinghaus (Optifit Jaka) hinzustieß. Auch die neuen Kassenprüfer Thorsten Gösling (Pronorm) im Ehrenamt sowie der hauptberufliche Prüfer Olaf Lücke (DHS Steuerberater) wurden einstimmig gewählt.

Rund 25 Unternehmensvertreter und Verbandsmitarbeiter waren der Einladung zur Versammlung gefolgt. Neben den Wahlen standen die Entwicklung von Verband und Branchenzweig ebenso im Fokus wie der Rundgang durch die Fertigung von Gastgeber Nobilia.

Eingangs der Mitgliederversammlung, die vom stellvertretenden VdDK-Vorsitzenden und Hausherrn Dr. Lars Bopf geleitet wurde, beeindruckten Zahlen und Fakten zum gastgebenden Haus. Beginnend im Gründungsjahr 1945 mit sieben Mitarbeitern gegründet, setzt Europas führender Küchenhersteller heute mit fast 3.600 Mitarbeitern weltweit rund 1,2 Mrd. Euro (2018) um. Davon werden rund 590 Mio. Euro im Export erzielt (48 %). Allen Hauptabnehmerländern voran geht Frankreich mit einem Exportanteil von über 40 %, gefolgt von Belgien mit 12 %. Der Produktionsausstoß der zwei Fertigungsstätten in Ostwestfalen beeindruckt: Mit ca. 3.300 Küchen pro Tag – oder täglich 33.300 Schränken, 7.680 Arbeitsplatten und 5.000 just-in-time beigestellten Elektrogeräten – baut rein statistisch jeder Mitarbeiter eine individuell konfigurierte Küche pro Tag.

Nach Darstellung der neuen Verbandsstrukturen in der Möbelbranche konzentrierte sich das Augenmerk der VdDK-Mitglieder in fachlicher Hinsicht auf den neuesten Stand bei der Umstellung der Messmethodik bei Formaldehyd sowie die imm cologne 2020 plus die erst 2021 anstehende Living Kitchen. Jan Kurth berichtete ausführlich über die Hintergründe der 2018 vom Umweltbundesamt initiierten Änderung der Messmethodik unter dem Aspekt des Verbraucherschutzes. Mit Änderung der Referenzmethodik nach EN 16516 wird zum 1.1.2020 faktisch eine Halbierung des Emissionsgrenzwertes auf 0,05 ppm wirksam (E05).

Diese Veränderung sei Deutschland-spezifisch und nicht EU-harmonisiert, so Kurth. Die Holz- und Möbel-Verbände bemühen sich daher mit Nachdruck um eine europäische Harmonisierung über die dortigen Verbände und die Kommission. Die für die USA relevanten Grenzwerte (CARB) seien mit E05 einhaltbar, wenngleich die Testverfahren variieren. Und ebenfalls wichtig: Vor dem 31.12.2019 hergestellte Halbfertigprodukte unterliegen der neuen Regelung nicht und können unter alter Regelung in Verkehr gebracht werden.

Living Kitchen 2021 in Hallen 4.2, 5.2 und erstmals in 1-plus

Der aus Köln angereiste Bernd Sanden, Direktor Living Kitchen bei der Koelnmesse, informierte den Zuhörerkreis anschließend über Änderungen bei der Hallenbelegung zur imm cologne 2020. Der Messeschwerpunkt „Home“ wird im Nordbereich des Messegeländes eingeführt. Sukzessive werden die reinen Produkthallen zu Themenwelten mit gemischten Sortimenten wie Polster- und Wohnmöbeln entwickelt. Sonderflächen, beispielsweise in Halle 10.2 „Future Interiors - Designed in Germany“, werten das neue Hallenkonzept zusätzlich auf.

Auf dem Boulevard zwischen den Hallen 6 und 8 werden sich Unternehmen des Online-Handels präsentieren und in Halle 4.2 wendet sich „Pure Architects“ insbesondere an die planerischen Berufe. Sehr positiv wurde die Entscheidung aufgenommen, ab der kommenden imm cologne jedem Aussteller unbegrenzt kostenfreie Eintrittskarten für seine Gäste zur Verfügung zu stellen.

Bei der Living Kitchen 2021 ging Sanden auf die dann erstmals der Öffentlichkeit zugängliche Messehalle „1plus“ ein. Die neue „1plus“ nimmt innerhalb der Living Kitchen die Digitalisierungsprojekte der Branche auf – ein Themenfeld, das die gesamte Möbelmesse 2021 durchziehen soll. Ein weiterer Bestandteil der nächsten Living Kitchen sind umfangreiche Angebote, die speziell an den Küchenfachhandel gerichtet sind.


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