VdDK-Mitgliederversammlung
Küchenmöbelindustrie sieht globale Wachstumschancen

Virtuelle Mitgliederversammlung des VdDK 2020 mit Geschäftsführer Jan Kurth, Rechtsanwalt Guido Lipinski und dem Leiter Wirtschaft/Statistik Christian Langwald in der Herforder Geschäftsstelle (v.l.n.r.). Foto: VdDK

Am gestrigen 8. Dezember begrüßten VdDK-Vorsitzender Stefan Waldenmaier und Geschäftsführer Jan Kurth in einer virtuellen Mitgliederversammlung rund 25 Gäste und Mitglieder des Verbands der Deutschen Küchenmöbelindustrie e.V. Einhellig konstatierten die Teilnehmer für 2020 ein trotz Corona-Pandemie solides Wachstum des Branchenzweiges (+11,6% in 9-2020 zu 9-2019), das aktuell maßgeblich von Inlandsgeschäften getragen wird (+14%). Mittel- und langfristig lägen weitere Wachstumschancen allerdings klar auf internationalen Märkten, wobei China bereits jetzt sichtbare Zeichen setze (+36,8%).

Die Mitgliederversammlung, auf der zudem einstimmig Haushaltbeschlüsse und Satzungsanpassungen gefasst wurden, fokussierte ganz klar die wirtschaftliche Entwicklung in diesem anspruchsvollen Jahr. Folglich standen die monatlichen Analysen der Verbände zu den Auswirkungen von Corona ebenso im Fokus wie die statistischen Daten zur Konsum-, Umsatz-, Auftragseingangs- und Außenhandelsentwicklung.

Wichtige Impulse kamen zudem aus einem von Dr. Timo Renz (Dr. Wieselhuber & Partner) gehaltenen Beitrag „Die deutsche Küchenindustrie nach dem Corona Restart“. Mit Blick auf Digitalisierung bzw. den Entwicklungsfortschritt als datengetriebene Unternehmen sieht er den Branchenzweig überdurchschnittlich gut aufgestellt.

Auch sonst stehen für 2021 alle Zeichen auf „Grün“ – mit anhaltend guten Aussichten. Allerdings bestreiten die Unternehmen des Verbands erhebliche Aufwände, um Betriebsabläufe störungsfrei und Mitarbeiter gesund zu halten. Die Verzögerungen bei der Belieferung mit Küchen bleiben weiterhin von Zulieferseite verursacht, wobei besonders Spanplatten für rund zwei Drittel der Mitgliedsunternehmen ein knappes Gut bleiben.

Die jüngsten Entwicklungen im Messegeschehen werden mit Sorge betrachtet, denn alle Hersteller sehen weiterhin akuten Bedarf an großen, über das jeweilige Jahr verteilten Ausstellungs- und Kommunikationsplattformen. Die aktuell sich abzeichnende Konzentration von Branchenevents auf den Herbst 2021 wirft nicht nur Fragen zur Effizienz der Besucheransprache auf, sondern stellt die Unternehmen der Küchenmöbelindustrie vor extreme logistische und finanzielle Herausforderungen.


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