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Für 2025 Umsatzrückgang von drei Prozent erwartet

VDM-Geschäftsführer Jan Kurth. Foto: VDM

"Es sind viele Herausforderungen, die gerade auf die Branche einprasseln!" VDM-Geschäftsführer Jan Kurth machte soeben bei der Halbjahres-Pressekonferenz des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie (VDM) keinen Hehl daraus, dass die Lage besser sein könnte. Aber immerhin ist ein Licht am Ende des Tunnels zu sehen, der Verband rechnet für das laufende Jahr insgesamt mit einem Umsatz-Rückgang von drei Prozent. Im vergangenen Jahr, so Kurth, habe der Umsatzrückgang noch bei mehr als sieben Prozent gelegen, man nähere sich also der Talsohle an.

Insgesamt hat die deutsche Möbelindustrie laut amtlicher Statistik in der ersten Hälfte dieses Jahres rund 7,9 Milliarden Euro umgesetzt, ein Minus von 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Auf dem Heimatmarkt wurde ein Umsatzrückgang von 6,2 Prozent auf rund 5,2 Milliarden Euro verzeichnet. Im Ausland fielen die Einbußen geringer aus. Hier sank der Umsatz um 2,9 Prozent auf rund 2,7 Milliarden Euro. Die Exportquote lag mit 34,1 Prozent leicht über dem Vorjahreswert (33,4 Prozent) und erstmals überhaupt über 34 Prozent. Am stabilsten zeigte sich die Küchenmöbelindustrie mit einem Umsatzrückgang von lediglich 2 Prozent auf knapp 2,9 Milliarden Euro; auch beim Auftragseingang der Sparte zeichnet sich eine Stabilisierung ab. Das Segment der sonstigen Möbel (darunter Wohn-, Ess- und Schlafzimmermöbel sowie Möbelteile) erzielte einen Umsatz von 2,4 Milliarden Euro, ein Minus von 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz der Polstermöbelhersteller gab um 8 Prozent auf 467 Millionen Euro nach. Das kleinste Segment der Branche – die Matratzenindustrie – verzeichnete einen Rückgang von 18,8 Prozent auf 217 Millionen Euro. 

Eine relativ schwache Anschaffungsneigung bei den Konsumenten, die sich im Sommer eher auf Urlaub und Außengastronomie konzentrieren, neue bürokratiosche Belastungen, die anhaltende Schwäche im Wohnungsbau, die Zoll-Themen in den USA und der auch dadurch steigende Importdruck aus China und Vietnam waren die wichtigsten Ursachen, die Kurth für die anhaltende Schwäche in der Branche anführte. Dass man für das Gesamtjahr mit besseren Zahlen als im ersten Halbjahr rechnet, hängt für Jan Kurth damit zusammen, dass nach dem Sommer der Fokus der Verbraucher traditionell wieder weg vom Urlaub und den Biergärten hin auch zu neuen Möbeln gehe. Zudem gebe es inzwischen einen größeren Renovierungs- und Ersatzbedarf, der sich ebenfalls in besseren Umsätzen niederschlagen werde. „Die steigenden Realeinkommen werden unserer Einschätzung nach dazu beitragen, dass aufgeschobene Möbelkäufe dann auch getätigt werden.“ 


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