VDM
Stabiler Umsatz mit Kindermöbeln

Foto: Koelnmesse

Ursula Geismann (Foto), Pressesprecherin und Trendanalystin des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie, informierte anlässlich der Pressekonferenz zur Kind + Jugend über die aktuellen Zahlen und Trends. Demnach leben in den 41 Mio. Haushalten Deutschlands 10,9 Mio. Kinder bis 15 Jahre. Das sind 13,2 % der Bevölkerung.

Der Umsatz der deutschen Möbelindustrie lag im Jahr 2017 bei 17,8 Mrd. Euro. Anteilig produzierte die deutsche Möbelindustrie 2017 Kindermöbel im Wert von 2,4 Mrd. Euro. Hinzu kamen Kindermöbel-Importe im Wert von 1,7 Mrd. Euro. In der Summe ergibt sich ein Umsatzvolumen für Kindermöbel von 4,1 Mrd. Euro im Jahr 2017 und ein Möbelhandelsumsatz in Deutschland von 4,5 Mrd. Euro. Damit ist jedes achte in Deutschland produzierte Möbel ein Kindermöbel. Pro Kind geben Eltern in der Summe 412 Euro pro Jahr für Kindermöbel aus. In den Export gehen deutsche Kindermöbel kaum, wenngleich es Unternehmen gibt, die gute Exporterfolge erzielen.

„Im Vergleich zum Vorjahr ist der Anteil der verkauften Kindermöbel damit stabil geblieben. Konstant geblieben ist ebenfalls die Importware, so dass der Bereich Kinder- und Jugendmöbel ein solides Möbelsegment darstellt. Die Zukunftsaussichten auf dem deutschen Markt sind positiv: Mit einem Zuwachs von 7% an Neugeborenen im Jahr 2017 entwickelt sich die Zielgruppe weiterhin wachsend. Für 2018 und das kommende Jahr wird ebenfalls eine leichte Steigerung erwartet. Es werden in Deutschland, aber auch in anderen Ländern Europas wieder mehr Kinder geboren“, erläutert Ursula Geismann.

Einrichtungstrends im Kinderzimmer

Zu den Einrichtungstrends im Kinderzimmer erläuterte die Trendanalystin: „Die beiden wichtigsten Kriterien zum Kauf von Kindermöbeln sind kindgerechte Sicherheit und gutes Design. Zu „piefige“, altmodische, steife oder langweilige Kindermöbel haben derzeit keine gute Marktperformance.

Sind die rationalen Kriterien klar, geht es um die Auswahl des Stils. Wohn-Stil hängt eng mit dem gewünschten Lebensgefühl zusammen. Die Beschleunigung der Gegenwart führt zur Modernität von Altbewährtem. Im aktuellen Kindermöbelangebot überwiegen daher Möbel und Einrichtungsgegenstände, die romantisch, leicht, manchmal märchenhaft und träumerisch anmuten. Das Idyll ist die Gegenwelt zur harten Realität.

Longseller im Kinder- und Jugendmöbelangebot sind nachhaltige Holzmöbel. Holz ist nachwachsend, nachhaltig und gesund und ist für immer mehr „ältere“ Eltern die richtige Wahl für den Nachwuchs.

Ebenso nicht mehr wegzudenken aus dem Kindermöbelangebot sind Themenzimmer. Seeräuber, Prinzessin, Froschkönig, Astronaut und Fee... der Fantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt. Während die Geschlechtergrenzen in der Gesellschaft immer durchlässiger werden, ist die Warenwelt der Kinder rigider denn je getrennt. Fast alle Produkte und auch Möbel für Kinder sind durchgegendert. In Zeiten einer gesellschaftlichen Multioptionalität bietet Gendermarketing für Kinder in bestimmten Entwicklungsphasen erst einmal Identifikation.

Aktuelle Trends

„Bei den Funktionen bleiben mitwachsende und wandelbare Kindermöbel weiterhin beliebt. Durch einfache Umbauten sind sie sowohl im Baby- als auch im Kleinkindalter nutzbar. Auch sind flexible Stauraumlösungen im aktuellen Kindermöbelangebot sehr gefragt. Neben dem schönen und einladenden Aussehen des Kinderzimmers müssen Kindermöbel gut funktionieren. Der höhenverstellbare Schreibtisch, das verlängerbare Bett, der erweiterbare Schrank… Alles in Kombination mit einer fantasieanregenden Gesamteinrichtung und das Imperium der Kleinen, welches nach Berechnungen eines großen Handelshauses in Deutschland durchschnittlich 15 qm groß ist, wird vollständig.“


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