Verband der Deutschen Küchenmöbelindustrie (VdDK)
Vorstandssitzung bei Schüller

Zu Gast bei der Schüller Möbelwerk KG in Herrieden: Vorstand des Verbands der Deutschen Küchenmöbelindustrie (VdDK) anlässlich seiner Tagung am 11. April. Foto: VdDK

Die Vorstandssitzung des Verbands der Deutschen Küchenmöbelindustrie (VdDK) fand am 11. April in Herrieden bei Schüller statt. Etwa 25 Unternehmens- und Verbandsvertreter waren der Einladung von Markus Schüller gefolgt. Im Fokus der Sitzung standen der VdDK-Geschäftsbericht, die Arbeit des DCC und der Planungsstand von imm cologne und LivingKitchen 2019.

Branche bleibt auf Wachstumskurs

Firmeninhaber und Gastgeber Markus Schüller begrüßte die angereisten VdDK-Vorstandsmitglieder, ehe Hauptgeschäftsführer Dr. Lucas Heumann mit dem Geschäftsbericht des VdDK für 2017 das Wort ergriff. Die Analyse der wirtschaftlichen Lage des Branchenzweigs – seit vielen Jahren erstmals im Gesamtumsatz 2017 nach Bundesstatistik rückläufig – dominierte den Einstieg des Vortrags. Hier schlage sich natürlich die Insolvenz der Alno AG nieder, deren Marktausfall im vierten Quartal inzwischen teilweise durch den deutschen Wettbewerb kompensiert wurde. Die Auftragseingänge der VdDK-Erhebung widerspiegeln diese Entwicklung mit teilweisen Zuwächsen um 25%.

Auslandsmärkte bleiben Motor der Geschäftsentwicklung

Aktuell zeichne sich ab, dass 2018 wieder ein erfolgreiches Jahr für die deutsche Küchenmöbelindustrie werden kann. Dazu tragen vor allem die auf „Vorkrisenniveau“ gesundeten Auslandsmärkte bei: So liegen die entscheidenden Länder Frankreich mit 7,5% und die Niederlande mit 11,3% Zuwachs wieder stabil auf Wachstumskurs. Die sich deutlich ins Positive wandelnde Anschaffungsneigung in ganz Europa sollte den Branchenzweig beflügeln – ganz im Unterschied zum mutmaßlich stagnierenden Inlandsmarkt mit hoher Sättigung und rückläufigen Baugenehmigungszahlen. Optimistisch stimme hingegen für Deutschland der erwartete Urbanisierungsdruck mit entsprechendem Ausstattungsbedarf.

DCC auf Erfolgskurs

Dr. Plümer berichtete als Geschäftsführer des Daten Competence Centers (DCC) zu den jüngsten strukturellen Entwicklungen des Datendienstleisters der Branche. Dazu gehören die Erweiterung des Beisitzerkreises anlässlich der Vorstandswahl am 15. November um einen Vertreter der Logistikbranche in Person von Dr. Martin Ahnefeld ebenso wie die Stärkung der Geschäftsstelle in Herford um die bereits bestens in den Gremien des DCC eingeführte Mitarbeiterin Kerstin Richter. Das rund 100 Mitglieder starke DCC konzentriert sich – auch über die Initiative ZIMLog – auf die elektronische Auftragsabwicklung. In Bezug auf das von mehreren VdDK-Vorstandsmitgliedern kritisch angemerkte „Beharrungsvermögen“ des Handels bei der Umsetzung gemeinsam abgestimmter Projekte werde das DCC zügig mit vereinheitlichten Standards antworten.

Küchenindustrie sieht weiter Handlungsbedarf für Koelnmesse

Anschließend stellten Koelnmesse-Geschäftsbereichsleiter Matthias Pollmann und Director Bernd Sanden die Planungen zur imm cologne und LivingKitchen 2019 vor. Neu wird in Passage 4-5 ein sogenannter „Foodmarket“ sein, der sich primär an Endkunden richten wird. Dann diskutierten der VdDK-Vorstand und die Verantwortlichen der Koelnmesse durchaus kontrovers über die LivingKitchen.


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